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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hardware Vorführungen Dia/Beamer


Lothar Franz
04.08.07, 10:01
Ich klinke das Thema mal aus in einen neuen Diskussionspfad.
Vielleicht gibt's ja noch mehr Leute als Fred und mich, die ab
und zu mal Vorführungen machten/machen.
Dank EBV, PC, Großmonitore oder Beamer eröffnen sich da auch
ganz tolle Möglichkeiten.


Zitat (Auszug) aus "Wie organisiert ihr eure Bilder?":

... Ich hab mal Diavorträge gemacht, über meine Reise von Alaska nach Mexico, da hab ich alleine beim Vortrag knapp 1000 Dias gezeigt (3 Std, zzgl. Pause), aber das waren knapp die Hälfte von denen, die ich archiviert habe.
Für diese Reise war ich knapp 7 Monate unterwegs (ca. 42.000km im Zickzack von Nord nach Süd) ...
Fred


1000 Dias (Bilder) in einer Vorführung, das war, ist und bleibt zu viel.
Das schafft kein Zuschauer, auch nicht mit Pausen, an einem Abend
zu konsumieren ohne abzudrehen. Egal wie interessant und qualitativ
gut die Fotos auch sein mögen, egal wie dramaturgisch gekonnt der
Bildfluss aufgebaut ist und wie spannungsreich das Thema auch sein
mag.
Ein früherer Azubi von mir, heute Toningenieur bei einem ARD-Sender
und leidenschaftlicher Radwanderer zeigte uns in einem wirklich sehr
interessierten, motivierten Kreis auch mal über mehr als eine Stunde
viele, viele Dias aus Alaska und Kanada. Es waren wirklich super tolle
Aufnahmen darunter. Aber wir waren uns alle hinterher einig:
Nie wieder!
Eine gute Aufführung endet, bevor das Interesse der Zuschauer
umschlägt in Überforderung. Das geschieht bei einem Bildervortrag
spätestens nach 30 bis 35 Minuten. (Bei Überblendschauen mit
weichen Bildübergängen. Bei harten Bildübergängen mit schwarz-
oder weiß-Phasen bei Dias noch früher!)

Lothar Franz
04.08.07, 10:29
Teil 2:

Will oder soll man ein Publikum zu einem Vortragsabend einladen und
dann auch etwa eineinhalb Stunden mit Pause beschäftigen, dann
muss sich der Abend in verschiedene Teile gliedern, die möglichst
verschiedenen Sinne (sehen, hören und ggf. tasten) ansprechen.

Ich stelle mir das bei Reiseberichten etwa so vor, dass es einen kurze
Vorserie (10 Minuten) gibt, die günstigstenfalls mit Informationen zur
Vorbereitung auf die Hauptserie aufwartet. Ideal zum Beispiel über
klimatische Besonderheiten, Kultur & Brauchtum vorinformiert und z.B.
mit landestypischen Klängen (Musik, Folklore,...) unterlegt ist.

Die Hauptserie kann dann, doch deutlich getrennt (neuer Titel und
Vorspann) unmittelbar folgen und mit einer Pause unterbrochen
werden. Der Tastsinn (heute weit verbreitet immer noch viel zu
unterschätzt in seiner Bedeutung und Wirkung) könnte zum Beispiel
so eingebaut werden, wenn der Abend sonst nicht füllend ist, dass
man typische Gegenstände des Reisezieles (so sie denn verfügbar
sind) zum betrachten und anfassen bereitstellt.

fred-art
06.08.07, 10:19
1000 Dias (Bilder) in einer Vorführung, das war, ist und bleibt zu viel.
Das schafft kein Zuschauer, auch nicht mit Pausen, an einem Abend
zu konsumieren ohne abzudrehen.

Da möchte ich jetzt einfach mal widersprechen.
Wer kennt nicht die großen Film-Epis, die auch mehrere Stunden dauern, und trotzdem bis zur letzten Minute spannend sind. So z.B. Herr der Ringe, in der Kino-Version schon zweieinhalb Stunden lang, allerdings daeshalb auch ne Pause dazwischen.

Ich denke, es kommt auf das Gesamtkonzept an. Es ist sicher ein Unterschied, ob ich Bilder von meinem letzten Badeurlaub auf Mallorca zeige, oder eine Saharareise mit dem Motorrad. Ebenso entscheidend ist es, ob es einfach ein wahlloses Präsentieren von Bildern ist oder ein ganz bewußt zusammengestellter Vortrag.
Dass nicht nur ich 1000 Bilder in so einen Vortrag packe, sondern fast
alle Traveller, die Vorträge dazu halten, bestätigt mich in meiner Meinung. Dass meine Vorträge in Säälen mit 200 bis ca. 2000 Besuchern meist bis auf den letzten Platz gefüllt waren, spricht ebenfalls gegen Deine Aussage. 7 Monate Reise und 45.000km sind nicht mit 100 Dias zu dokumentieren.

Zu meiner Vorgehensweise für so ein Mammut-Projekt:
Nachdem ich von so einer Reise zurück bin, gilt es erst einmal, das Bildmaterial zu sichten und auszusortieren. Nachdem alle Dias nummeriert und chronologisch sortiert sind, fang ich an abzuspecken. 20mal die gleiche Szene, dass muß nicht sein, und auch wenn ich bei so einer Reise 120 grandiose Sonnenaufgänge gesehen und fotografiert habe, dann reicht es, die zwei oder drei der schönsten Bilder davon zu zeigen. Je nach Dauer so einer Reise und angestrebter Vortragslänge wiederhole ich das Aussortieren, bis die von mir gewünschte Anzahl von Bildern übrig bleibt, das waren z.B. bei der 45.000km Nordamerikareise 1000 Bilder, während es bei der 3.500km Karpaten-Tour (Rumänien) ca. 180 Bilder sind.
Dann kommt das Reisetagebuch ins Spiel. Da ich ohne Subnotebook unterwegs bin, mache ich meine Aufzeichnungen noch immer von Hand. Diese bringe ich dann per Computer in die digitale Form, indem ich sie abtippe, verändere, zusammenfasse und mit Informationen über das bereiste Land ergänze. Da ich durch das (endlose) Vorsortieren die zu verwendenden Bilder in etwa im Kopf habe, ordne ich den einzelnen Szenen dabei auch schon die Bilder zu, d.h. diese sind zwar grob chronologisch, werden aber nicht unbedingt in der Aufnahmereihenfolge gezeigt. Klar, wenn ich beim Vortrag in Mexico bin, dann zeige ich da i.d.R. keine Bilder mehr aus Alaska.
Sobald das Reisetagebuch dann fertig ist, wird es in eine vortragstaugliche Form gebracht, d.h. auch hier wird gekürzt, private Segmente werden zum größten Teil herausgenommen, sofern diese keinen Einfluß auf die Reise genommen haben, dafür werden ein paar Zitate oder Aussprüche in der Landessprache hinzugefügt. Als nächstes mache ich mich auf die Suche nach passender musikalischer Untermalung. Diese sollte mit dem Land und der zu vermittelnden Bildstimmung in Verbindung gebracht werden können und im optimasten Fall auch noch lizenzfrei sein.
Jetzt kommt der nächste große Schritt: Das Zusammenstellen der Multimedia-Show. Mit 2 Projektoren zeige ich meine Bilder (Früher hatte ich drei, das erwies sich für mich persönlich als suboptimal). Das bedeutet: Jedes einzelne Bild in einen der Projektoren laden, vom Einem zum Anderen überblenden und sehen, ob das zusammenpasst. Wenn nicht, wird die Sortierung solange verändert, bis Bild zu Bild und zum Text passt.
Dann lege ich die Dauer fest, wie lange jedes einzelne Bild gezeigt wird. Da ich während des Vortrages live kommentiere, ist es wichtig, nicht jedes Bild 3 Sekunden zu zeigen, sondern eben dem Redefluß anzupassen. Das ist übrigens auch eine Möglichkeit, den Spannungsbogen bewußt aufzubauen. So kann es sein, dass eine Serie von 15 Bildern in einer halben Minute durchläuft, während ein anderes, einzelnes Dia ganze 2-3 Minuten gezeigt wird.
Musikalische Untermalung setze ich nur ganz dezent ein, z.B. um so einen 'Schnelldurchlauf' einer Bilderserie zu untermalen.
Wenn nun der Vortrag 'steht', dann führe ich ihn zu Hause ein paarmal vor, und überprüfe, ob mein Text, den ich immer wieder live vortrage, mit dem zeitlichen Ablauf der Diashow zusammenpasst. Evtl. muß die Zeit noch ein wenig geändert werden, so dass ich nicht ins Schleudern komme, wenn ich zwischendurch einen Schluck trinken muß o.ä. (Die Steuerung der Projektoren übernimmt mein Notebook, deshalb lässt sich das leicht anpassen).
So - fertig. Für all das oben beschriebene waren für meinen Nordamerika-Vortrag ca. 4 Monate intensive Arbeit vergangen.

Letztendlich entsteht so mit der richtigen, präzisen Planung ein (hoffentlich) interessanter Vortrag, der den Besuchern einen Einblick über das Leben, die Kultur, Flora und Fauna und die Besonderheiten des von mir bereisten Landes vermittelt, und vielleicht auch ein Stück weit die Faszination vermittelt, die mich immer und immer wieder in fremde Länder reisen lässt, weit abseits der ausgetretenen Touristenpfade.

Nach solchen Vorträgen stehe ich dann gerne Rede und Antwort, versuche offene Fragen zu beantworten über Land und Leute, über mich oder darüber, was man bei so einer Reise berücksichtigen muß ...
Nicht selten sind das nochmals eineinhalb, zwei Stunden, die dabei vergehen.

Im hinteren Bereich des Vortragssaales ist meist ein Info-Bereich aufgebaut. Dort habe ich meist noch ein paar Fotos hängen, dazu nochmals die Daten ud Fakten der von mir bereisten Landes und meiner Reise. Oft hab ich diese auch auf einem kleinen Flyer zusammengefasst zum Mitnehmen. Früher hatte ich dort auch Gegenstände aus diesen Ländern liegen, zum Ansehen und Anfassen - nicht viele, denn am Motorrad ist wenig Platz - Leider haben immer wieder einzelne Gäste diese Geste mißverstanden und zusätzlich zum Flyer diese Gegenstände als Erinnerung mitgenommen.

Gut, ein ellenlanger Text. Hoffentlich ein kleiner Einblick auf meine Schaffensweise und eine Untermauerung meiner These, dass ein 1000 Dia-Vortrag bei geschickter Planung durchaus kurzweilig sein kann und den Betrachter nicht überfordert.

Klar, mit dem üblichen 'Diavortrag', wie Lothar ihn hier anspricht, hat das nicht allzu viel gemein. Wohl auch der Grund, weshalb ich nur selten solche 'großen Projekte' umsetze.
Demnächst werde ich einen kleinen Vortrag für eine kleine Gruppe von Leuten halten. Die Mitfahrer meiner letzten Rumänientour und deren Angehörige und Freunde sind eingeladen, die Reise nochmals anhand von ein paar Impressionen im Bild, gepaart mit der Geschichte dazu nochmal Revue passieren zu lassen. Für die Mitfahrer eine Erinnerung, die ihnen hilft, das Erlebte nochmals gegenwärtig werden zu lassen, für die Anderen ein Einblick, was wir dort erlebt haben oder wie die einzelnen Mitfahrer an dieser Tour gewachsen sind - fahrerisch, mental und als Mensch.
Dieses habe ich als einfachen Beamervortrag konzipiert, ca. 150 Bilder die ineinander überblenden, gepaart mit teils sehr persönlichen Worten, die ich auch hier live kommentieren werde.
Den Vorspann macht ein Bild als 'Einstieg', verbunden mit ein paar Worten von mir, die die Idee, Planung und Realisierung der Tour beschreiben.
Den Aufbau habe ich so gestaltet, dass hier der fahrerische Aspekt im Vordergrund steht, d.h. man sieht während des Vortrages wo und wie wir unterwegs waren, den Kontakt zur Bevölkerung, die Kultur und Lebensart des Landes. Alles ohne Musik, lediglich von mir kommentiert. Den Abschluß bilden ca. 6 Minuten Diashow ohne Text, lediglich untermalt von Musik. Zu sehen sind die grandiosesten Landschaftsbilder, Stimmungsvolle Aufnahmen annähernd unberührter Natur oder Sonnenauf- und Untergang. Hier nicht wie üblich mit landestypischer Musik unterlegt, sondern mit 'what a wonderful world ..' von Louis Armstrong. Aufgeführt wird das Ganze bei mir im Garten 'open air' auf eine Großleinwand.
Zum ersten Mal werde ich dabei nicht nur meine eigenen Bilder zeigen, sondern eine Auswahl der Bilder der (fotografierenden) Teilnehmer und der von mir gemachten Aufnahmen zusammenstellen.

Die von Lothar angedachte Variante mit klar abgegrenztem Vor- Haupt- und evtl. Nachspann stelle ich mir persönlich recht schwer vor, da man dabei immer wieder den Spannungsbogen beim Betrachter erneut aufbauen muß. Wird zwischenzeitlich eine Pause eingeplant, muß man diesen sowieso neu aufbauen, eine sehr undefinierbare Geschichte, da nicht vorausgeplant werden kann, wie bzw. wohin sich das allgemeine Interesse in der Pause verschoben hat. Möglicherweise legt man nach Lothar's Idee zu einem Vortrag über eine Wüsenreise z.B. eine Rose von Jericho auf den Tisch, und nach der Pause dreht sich das Interesse der Besucher nur mehr darum, wie das möglich ist, dass die Pflanze so über Jahre überleben kann, und das eigentliche Thema, z.B. der Bericht über den Besuch eines Nomaden-Stammes, nach der Pause angedacht, geht darin unter. Hier muß der Vortragende sehr viel Erfahrung und Überzeugungskraft aufbringen, um zum Thema zurückzuführen.

Mein Geheimtipp, der bisher immer funktioniert hat:
Egal wie viele Bilder gezeigt werden sollen, meiner Erfahrung nach ist es wichtig, dass der Vortrag vom Vorführer live begleitet wird. Lieber keine Musik dazu, dafür aber ein gut vorbereiteter Text aus dem Hintergrund, während sich die Betrachter auf das Bild im Vordergrund konzentrieren. Ähnlich einer Lesung kann dann der Spannungsbogen durch die Erzählweise gesteuert werden, und zwar individuell zum anwesenden Publikum. Der Bildwechsel sollte auch nicht im Gleichtakt erfolgen, auch damit kann ein Spannungsbogen aufgebaut werden, wie es in jedem Film auch gemacht wird, wo statische und dynamische Szenen bewußt platziert werden. Pausen würde ich, wenn möglich vermeiden, wer ärgert sich nicht über den Fernsehsender, wenn mitten in der spannendsten Szene der Krimi unterbrochen wird und minutenlange Werbung eingespielt werden.
Die Information über klimatische Besonderheiten etc. wenn nicht auf dem Bild zu sehen, sind für den Votrag selbst m.E. uninteressant. Ich würde diese entweder in der kommentierenden Kontext mit einbauen, aber so, dass es in die Geschichte einfließt, oder hinterher auf einem Flyer mit ein paar Bildern geschmückt, für die Interessierten zur Verfügung stellen.
Die Information: Hier sehen Sie die Sahara, Jahresniederschlag unter 100mm, Temperatur zwischen 45 und 55 Grad Celsius tagsüber, bis minus 10 Grad in der Nacht möglich ... ist zwar stimmig und lässt einen in etwa erahnen, was es bedeutet, da zu leben oder auch nur zu reisen, kurzweilig wird ein Vortrag dadurch nicht.
Ich würde da eher zu einem Bild greifen, was mich beim Ausgraben meines Motorrads zeigt, nachdem ich mich im Fech Fech festgefahren habe und die Daten in lustiger Form dazupacken, ähnlich: Wie sie sehen können ist das Motorradfahren in der Wüste sehr kurzweilig, das Schaufeln in voller Montour lässt meine Körpertemperatur bei ca. 45 Grad Lufttemperatur auf gefühlte 95 Grad steigen, mein Schweiß hebt das statistische Mittel des Jahresniederschlags auf 100l/qm, das entspricht in etwa der Menge an Wasser, die ich während meiner 21 Tage dauernden Reise zu mir nehmen werde (zum Vergleich: Am 12.08.2002 wurde in Zinnwald, Osterzgebirge eine Neiderschlagsmenge von 312l/qm innerhalb von 24 Std. gemessen) ...
Na ja, ich würd's wohl eher einfach weglassen ;D

Fred

Lothar Franz
06.08.07, 13:22
Eine sehr ausführliche und interessante Beschreibung deiner
Vorgehensweise. Vieles davon habe ich einfach mal vorausgesetzt,
wenn man mit seinen Bildern öffentlich vor Publikum tritt.

Da muss ich dir großen Respekt zollen, wenn du es schaffst bis zu
2000 Leute zu einem Vortrag zu kommen.

Allerdings, Diavorträge von Reisen mit den großen und teilweise langen
Filmwerke zu vergleichen, das halte ich - bei allem Respekt vor sehr
guten Bildvorträgen, die ich auch schon sah - doch für kaum möglich.

Mit einer Ausnahme vielleicht, eine Diashow von Hans Kammerlander
über seine Ski-Abfahrt vom Mont Everest. Diese war - aus der Erinnerung -
dramaturgisch ähnlich wie ein Spielfilm aufgebaut, dass die Handlung
zu einem Höhepunkt führt, der Abfahrt.
Bei einem typischen Reisebericht ist eher der (lange) Weg das Ziel.

fred-art
06.08.07, 13:51
Da muss ich dir großen Respekt zollen, wenn du es schaffst bis zu 2000 Leute zu einem Vortrag zu kommen.
Zugegeben, mein Spitzenwert. Der Durchschnitt beläuft sich wohl eher auf 250 Besucher/Vortrag, wobei es auch immer auf das Thema ankommt. Ein Reisebericht über Rumänien lockt weit weniger Besucher aus dem Wohnzimmersessel als der meiner Nordamerika-Tour, obwohl er m.E. viel interessanter ist. Man sammelt dort auf kleinem Gebiet ständig neue Eindrücke, während man in Nordamerika schon auch mal 3 Tage nur fährt, um von einem interessanten Punkt zum Anderen zu kommen.
Ich denke aber, es liegt daran, dass ein Plakat, auf dem ein Bild vom Yukon oder von der Rainbow-Bridge zu sehen ist, für die meisten Deutschen interessanter ist als ein Plakat mit Wäldern und Bergen, wie sie hier in Süddeutschlend im Allgäu oder in den Alpen auch zu sehen sind. Viele Leute haben den Traum, die Welt zu entdecken genauso wie ich, sie haben nur nicht den Mut oder die Möglichkeiten, das zu tun. Und als Motorradfahrer zählt man da mittlerweile zu den Exoten, was wiederum das Ganze spannend macht. Nicht zuletzt liegt es natürlich auch daran, wie der Veranstalter so einen Abend ankündigt, wie viele ähnliche Vorträge von bekannten Leuten in der Zeit gerade laufen, oder in welcher Gegend dieser stattfindet. In erster Linie also nicht mein Verdienst, also auch kein Respekt nötig ;-)

Bei einem typischen Reisebericht ist eher der (lange) Weg das Ziel.
Das stimmt nur teilweise, nämlich für mich als Fahrer 8-)
Würde ich so einen Vortrag nur mit Bildern machen, die mich und mein Motorrad zeigen, mit diversen 'Kulissen' im Hintergrund, dann wäre das eine Kette von 'Beweisfotos', das ich dort gewesen bin, mehr nicht. Und genau das sind diese Diashows, bei denen man nach 20 Minuten as erste Gähnen unterdrückt und nach weiteren 10 Minuten abschaltet.

Gut, vielleicht war mein Vergleich einer guten Dia-Show mit einem guten Film-Epos etwas überspitzt, grundlegend ist sie aber richtig. Du nennst es Dramaturgie, ich nenne es Spannungsbogen - es kommt in beiden Fällen darauf an, dem Betrachter einen spannenden Moment auch wirklich spannend zu vermitteln. Dazu gehört beim Bild viel mehr als beim Film, dass man die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten erkennt, und diese auch möglichst optimal einsetzt. Eine ganz bewußte Redepause - richtig platziert - hilft, das momentan sichtbare Bild mit den gerade gelieferten Informationen zu verschmelzen und dem Betrachter einzuprägen. Eine schnelle Bildfolge macht deutlich, wie kurz der ein oder andere Moment in wirklichkeit ist oder z.B. auch, wie konzentriert und vorausschauend man eine Situation angehen muß ... Hintergrundmusik - richtig eingesetzt - kann im Diavortrag ebenso wie in einem Film die Spannung steigern oder auch dazu dienen, den Betrachter wieder entspannt in den Sessel zurücklehnen zu lassen.
Ob meine Reiseberichte 'typisch' sind, vermag nur der Zuhörer zu entscheiden. Die Grundlagen habe ich mir bei anderen abgeschaut, und dann zu meinem Stil 'verfeinert'. Gut oder nicht - ich weiß es nicht. Auch die Präsentation sollte meiner Meinung nach ebenso wie die Fotografie selbst, nicht einfach ein Kopieren der 'Meister' sein, sondern die eigene 'Handschrift' aufzeigen, die ja auch unsere Bilder haben.

Fred

Lothar Franz
06.08.07, 14:53
Bei einem typischen Reisebericht ist eher der (lange) Weg das Ziel.
Das stimmt nur teilweise, nämlich für mich als Fahrer 8-)
Würde ich so einen Vortrag nur mit Bildern machen, die mich und mein Motorrad zeigen, mit diversen 'Kulissen' im Hintergrund, dann wäre das eine Kette von 'Beweisfotos', das ich dort gewesen bin, mehr nicht.

OK, da habe ich mich vielleicht nicht verständlich ausgedrückt.

Spielfilme sind in der Regel dramaturgisch so aufgebaut, dass eine
Spannung aufgebaut und gesteigert wird und schließlich in einem
Höhepunkt gipfelt. Das fesselt den Betrachter bis zum Schluss, bis
die Lösung folgt. Etwa: Wer ist der Mörder? finden sich die Zwei?
nimmt es ein gutes Ende? usw.

Beim Reisebericht gibt es diesen "Höhepunkt so eigentlich nicht. Da
ist eher der Weg das Ziel.

fred-art
06.08.07, 16:24
Auch auf die Gefahr hin, dass wir beide diesen Thread alleine gestalten, hab ich auch dazu eine andere Meinung.
Ein 'Tatort' beginnt meist mit dem Mord als 'Höhepunkt', das Ermitteln des Täters ist dann meist weniger aufregend, bestenfalls werden zusätzliche Höhepunkte geschaffen, z.B. durch den Einsatz von Fluchtszenen. Bei Columbo z.B. ist an sich von Anfang an offensichtlich, wer der Täter ist, hier bildet die spezielle Art wie er ermitelt den Spannungsbogen.
Der von mir oben erwähnte Epos Herr der Ringe erzählt eine Geschichte, die in jedem der drei Bücher oder Filme jeweils mehrere Höhepunkte aufzeigen. Kein Mensch würde alle drei Filme in Folge anschauen für einen Höhepunkt.
Filme wie die Titanic laufen so ähnlich ab, wie Du es beschreibst. Es gibt eine Handlung, die sich langsam zuspitzt, der Zusammenstoß mit dem Eisberg leitet den Höhepunkt ein, der dann im Untergang des Schiffes endet. Der Film ist dann noch nicht vorbei, aber die folgenden Szenen sind weit weniger dramatisch.
Natürlich kann man das Ganze auch emotional betrachen: In einer 'Beziehungskiste' mit Julia Roberts und Richard Gere gibt es keine Höhepunkte wie oben beschrieben, die Spannung des Zuschauers wird jedoch bis zum Schluß gesteigert, weil aufgrund der Handlung bis kurz vor Schluß nicht sicher ist, ob sie sich nun doch finden oder nicht (Ihr merkt, mit dieser Art Filme bin ich nicht so bewandert ;-)

Ein gut gemachter Diavortrag kann ähnlich sein. Zwei Tage durch die Wüste fahren kann sehr anstrengend sein .. Die dabei gemachten Bilder anschauen, ist es sicher ebenso. Nach der dritten Düne sehen alle gleich aus. Während ich als der Reisende mich trotzdem damit auseinandersetzen muß, um zu navigieren etc. und dabei dann Unterschiede erkenne, wird der Betrachter von der Eintönigkeit der Bilder gelangweilt - ich werde also nur sehr wenige Bilder davon zeigen. Der Weg nach Machu Pitchu, früh um 4 zurückgelegt, um den Sonnenaufgang dort zu erleben, ist ebenso eintönig: Stufe um Stufe steigt man schier endlos den Felskamm hinauf. Trotzdem kann man hier weit mehr Bilder zeigen, denn nur dadurch wird das gewaltige der Szene, die unglaublichen Leistungen beim Bau dieser Anlage überhaupt für den Betrachter sichtbar.
Und so wie die Reise an sich immer wieder einzelne Höhepunkte enthält, so würde ich eine Dia-Show so planen, dass auch diese mehrere dieser Höhepunkte aufzeigt. Durch bewußtes Steuern von Spannung und Entspannung beim Betrachter wird dieser immer wieder gefordert, sich mit der Situation auseinander zu setzen - und eben dies ist die Grundlage für einen (interessanten) 1000-Dia Vortrag, bei dem die Betrachter auch am Schluß noch mit seiner Aufmerksamkeit dabei ist.
Das ist natürlich nur meine bescheidene Meinung und Erfahrung damit und stellt kein Naturgesetz auf.
Auch ich habe schon solche Vorträge wie Du weiter oben beschreibst erlebt (und auch gehalten) und daraus meine Schlüsse gezogen, wie ich das anders machen kann. Ob es aber besser ist, das mag ich nicht behaupten.

Bevor wir jetzt aber in einer Grundsatzdiskussion festfahren, ob nun ein Dia-Vortrag mit einem Film verglichen werden kann etc. Würde ich gerne die Kernpunkte unserer Konzepte diskutieren. Vielleicht findet sich ja noch der ein oder andere, der eigene Erfahrungen oder eine egene Meinung dazu hat.

Zu Deinem Punkt:
...muss sich der Abend in verschiedene Teile gliedern, die möglichst verschiedenen Sinne (sehen, hören und ggf. tasten) ansprechen.
würde mich interessieren, weshalb Du so einen Vortrag aufgliedern würdest, wie Du damit einen Spannungsbogen steuern kannst, wie Du den Ort des Geschehen aufteilen würdest und ob Du das schonmal so gemacht hast und wenn ja, wie Du vorgegangen bist und wie das Feedback der Besucher dazu war.
Fred

Lothar Franz
06.08.07, 18:05
Bevor wir jetzt aber in einer Grundsatzdiskussion festfahren, ob nun ein Dia-Vortrag mit einem Film verglichen werden kann etc. Würde ich gerne die Kernpunkte unserer Konzepte diskutieren. Vielleicht findet sich ja noch der ein oder andere, der eigene Erfahrungen oder eine egene Meinung dazu hat.


Meine Kernaussage war, dass 1000 Dias nacheinander zu viel sind.
Dabei bleibe ich, auch wenn du andere Erfahrungen gewonnen haben
magst. Ich kann auch mit Ausnahmeerscheinungen klar kommen, die
letztlich nur die Regel bestätigen.

Meine eigenen Erfahrungen mit Vorführungen sind wesentlich
bescheidener als deine. Ich habe viele Jahre Super-8-Film als
Hobby betrieben. Die Gestaltung eines Vortrags, egal ob als Film
oder als Diareihe, haben viele Parallelen. Hier ging's um die Dauer.

Das Längste was ich je freiwillig* in einem Zug gezeigt habe,
waren 2 von 3 Filmen aus einer Serie a) wohnen b) arbeiten und
c) Freizeit in unserer Gemeinde. Eine Filmdokumentation von anfangs
der 80-er Jahre in 3 Teilen mit je ca. 25 - 30 Minuten Länge.
* nur die Gemeinderäte wollten unbedingt alle drei Teile an einem
Abend in Folge sehen. Ich hatte sie gewarnt.

Egal welchen oder welche beiden Teil/e ich gezeigt habe, i.d.R. kam
die Frage nach dem Rest, wann der gezeigt würde. Die Reihenfolge
der Teile ist prinzipiell austauschbar.

Natürlich können solche Themen, wie ich sie gezeigt habe, nicht mit
den Rocky Mountains oder dem Grand Canyon mithalten. Das steht
außer Frage. Solche Themen kann ich nur als Zuschauer beurteilen.

Kürzere S-8-Filme oder Diareihen (10 bis 20 Minuten) habe ich über
Natur und Jahreszeiten etc. gezeigt, das banale Übliche halt eben.
Dann aber zwei Filme oder 2 Diareihen nacheinander.

Für mich war es immer wichtig und sehr schön, den direkten Kontakt
mit dem Publikum zu haben, das Feedback zu erleben. Da konnte es
schon mal passieren, dass bei einem Film, der mit instrumentaler Musik
unterlegt war, ein Damenkreis aus dem Publikum begann, das Lied mit
zu singen. :D
Es sind kleine und bescheidene Erlebnisse; nichts großes. Zu mehr
reichen wohl auch meine Ambitionen und Möglichkeiten nicht. Auch
wenn ich gerne mal zwei Diareihen (oder Filme) über a) Schottland
und b) Whisky machen würde. Da muss ich dann auf's Rentenalter
warten. ;)

fred-art
07.08.07, 10:44
Ich denke, die Anzahl der Bilder ist nicht entscheidend, ob ein Vortrag langweilig wird oder nicht. Auch ein Vortrag mit 100 Dias kann langweilig werden, wenn er den Betrachter nicht erreicht.
Ich hatte diese Menge an Bildern nur bei meinem Nordamerika-Vortrag, ansonsten komme ich, je nach Reisedauer, auch mit der Hälfte oder einem Drittel der Bilder aus. Nun bin ich aber ein ganz normaler Arbeitnehmer, der in der Regel sein Fernweh nur im Rahmen des tariflich festgeleten Urlaubs befriedigen kann. Deshalb habe ich nur selten solch lange Touren, mit denen man einen Abend füllen kann.
Deine Aussage: Da muss ich dann auf's Rentenalter warten. gilt deshalb also auch für mich. Wobei abzuwarten bleibt, ob ich dann noch fit genug bin, solche Touren mit dem Motorrad zu fahren.
Ich denke, wir diskutieren vielleicht auch ein wenig aneinander vorbei. Hab mal im Internet nach ein paar Traveller-Seiten gesucht, deren Vorträge ich besucht habe:
http://www.michael-martin.de/
Michael ist seit vielen Jahren unterwegs, lebt von seinen Vorträgen und Büchern und zeit in ca. 3 Stunden (zzgl. einer Pause) ca. 1400 Dias. So weit ich weiß, hat er seinen Vortrag weltweit bisher über 1200mal gezeigt.

http://www.outdoor-production.com/index.php?lang=d&page=14
Sonja und Klaus stammen hier gleich um die Ecke her und haben zumindest den ersten Teil ihrer Reise mit Dias dokumentiert, die sie per Beamer und Live-Kommentaren zeigen. Hätte ich das vor meinen Vorträgen gesehen, ich hätte mir eine Menge von ihnen abgeschaut. Wer irgendwann mal in den Genuß zu diesem Vortrag kommt, sollte ihn sich nicht entgehen lassen. Hier kenne ich die genaue Zahl der Bilder nicht, unter 800 Bildern sind es jedoch bestimmt nicht, die hier mit einer Pause dazwischen, zum Einsatz kommen.

Dies sollen mal zwei Beispiele von vielen von mir besuchten, abendfüllenden Vorträgen sein.

Möglicherweise muß man sich für das Thema interessieren, und so einen Vortrag mal besucht haben, um den Unterschied zur 'Standart-Diashow' zu erleben.
Natürlich können solche Themen, wie ich sie gezeigt habe, nicht mit den Rocky Mountains oder dem Grand Canyon mithalten. Das steht außer Frage.
Da magst Du sicher recht haben, was aber nichts mit der Qualität Deines Vortrages zu tun hat. Es liegt eher an der Exotik und am Fernweh, die einen Betrachter eher in einen Vortrag über den Grand Canyon locken, als über einen vom Hunsrück. Wenn ein Zoo Werbung dafür macht, dass es heimische Hühner zu sehen gibt und ein zweiter damit wirbt, dass er Pfauen zu bestaunen hat, dann dürfte abzusehen sein, welcher mehr Besucher haben wird. Um so mehr Anerkennung verdient der, der nicht nur aus dem Gesichtspunkt des Außergewöhnlichen agiert, sondern sein Umfeld 'dokumentiert'.
Letztes Wochenende war ich in Berlin und Potsdam. Gemeinsam mit meiner Lebensgefährtin habe ich bei der Fahrt durch's Hinterland mal wieder festgestellt, dass wir schon viele Ecken dieser Welt gesehen haben, immer wieder in die Ferne gezogen werden und dabei übersehen, wie schön das eigene Land doch ist.

Für mich war es immer wichtig und sehr schön, den direkten Kontakt mit dem Publikum zu haben, das Feedback zu erleben.
Das ist für mich ebenso wichtig, denn nur so kann ich feststellen, ob den Betracher das erreicht, was ich ihm mitteilen möchte. Die persönliche Beziehung erreiche ich von meiner Seite aus damit, dass ich live kommentiere und dass ich sowohl vor als auch nach dem Vortrag den Kontakt zum Publikum suche und auch gerne Rede und Antwort stehe.
Da ich, anders als die beiden Beispiele oben, kein Geld damit verdiene und das auch nicht vorhabe, ist der alleinige Grund für solche Projekte der Dialog mit den Besuchern.

Da ich immer auf der Suche nach dem 'perfekten Vortrag' bin und in Kürze einen kleinen Vortrag halten werde, möchte ich die von Dir publizierten Ideen gerne mal aufgreifen. Gerade bei diesem Vortrag ist es mir möglich, zu experimentieren und ein Feedback einzuholen, da einige der Teilnehmer bereits Vorträge von mir besucht haben und weil es ein überschaubarer Kreis sein wird.

Meine Frage aus dem letzten Post möchte ich deshalb erstmal verkürzen und nochmal zur Diskussion stellen:
würde mich interessieren, weshalb Du so einen Vortrag (durch Pausen?) aufgliedern würdest, wie Du damit einen Spannungsbogen steuern kannst

Vielleicht finden sich ja auch noch mehr Leute hier, die ihre eigenen Erfahrungen besteuern mögen, ob nun öffentlich oder privat zu Hause für Familie und Freunde.

Fred

Lothar Franz
07.08.07, 11:03
Meine Frage aus dem letzten Post möchte ich deshalb erstmal verkürzen und nochmal zur Diskussion stellen:
würde mich interessieren, weshalb Du so einen Vortrag (durch Pausen?) aufgliedern würdest, wie Du damit einen Spannungsbogen steuern kannst


Nach meinem Kenntnisstand und auch aus meiner Erfahrung weiß ich,
dass Menschen passiv nur etwa 25 bis 30 Minuten konzentriert
zuhören bzw. zuschauen können. Dann beginnt i.d.R. das erste Stühle
rücken, anders setzen etc., die Augen brauchen eine kurze Unter-
brechung der Blickrichtung/Blickentfernung usw. Es ist einfach
angenehmer für das Publikum, dann einen kurzen Break zu machen.

Von mir aus mag das auch nach 45 Minuten sein, so etwa wie eine
Schulstunde. Aber auch da bauen geschickte Pädagogen m. W. eine
Sache ein, die einen gewissen Break in Haltung und Konzentration bewirkt.

Nicht umsonst hat man z.B. in Kinos bequemere Sitze und Ablagetische
für Getränke, Knabbereien usw. eingerichtet und ist von den früheren
engen Stuhlreihen ziemlich abgekommen. Da schafft man dem Besucher
mehr Möglichkeiten zur Abwechslung, mehr Bewegung und Nebenbeschäftigung.
Diesen "Luxus" konnte ich nur selten bieten bzw. hatte kaum Einfluss
darauf.

Ich muss den Spannungsbogen nicht über die Pause halten. Es folgt
ein eigenständiger Teil oder eine andere Serie, die das Interesse neu
weckt, so sie denn entsprechend gut ist.

Ich denke, wir werden in dieser Beziehung nicht einig und erschöpfen
uns in Wiederholungen und Abschweifungen.

fred-art
07.08.07, 11:26
Ich muss den Spannungsbogen nicht über die Pause halten. Es folgt
ein eigenständiger Teil oder eine andere Serie, die das Interesse neu
weckt, so sie denn entsprechend gut ist.

Hmmm, wenn ich das richtig verstehe, dann bedeutet das, nach 45 Minuten muss das Thema abgehandelt sein. Also, um beim Thema Reisen zu bleiben: Ich referiere 45 Minuten über Alaska und nach ner Pause kommt dann ein Referat über Patagonien. Oder um andere Themen zu wählen: Die ersten 45 Minuten zeige ich Bilder von alten Dampflokomotiven, im zweiten Bereich dann eine Dokumentation über den Bau der Eisenbahntunnel?

Fred

Lothar Franz
07.08.07, 13:22
Sorry, du willst es nicht verstehen.

fred-art
07.08.07, 14:03
Wollen schon, aber mir scheint, mir fehlt der Grips dazu.

Du willst es aber auch nicht erklären, scheint mir.

Ok, dann lassen wir es gut sein.

Und sorry, wenn ich deinen Thread hier zerredet habe.


Fred

luether
07.08.07, 21:29
Wenn ich mal was dazu geben darf:
Die alte Lehrmeinung, Diavorträge sollen nicht mehr als 100 Dias zeigen und max. eine 1/2 Stunde dauern, stammt doch noch aus der Zeit, als die Dias von den ersten automatischen Projektoren jeweils mit Dunkelpause vorgeführt wurden. Die Dunkelpausen macht man für die vorzeitige Übermüdung der Zuschauer verantwortlich.

Die Überblendung in der Diaprojektion kam später, dann korrigierte man die Zahl, soweit ich mich erinnere, rauf auf 400. Die Überblendung hat man heute glücklicherweise ja auch mit dem Beamer.

Dann kommt es auch drauf an, was man wie zeigt. Wenn jedes aufeinanderfolgendes Bild ein völlig anderes Motiv darstellt, ist die Erschöpfungsgrenze des Zuschauers sicher schnell erreicht. Oft zeigt man z.B. von einer Landschaft nicht nur eine, sondern mehrere Aufnahmen, die sich in einigen Gesichtspunkten, z.B. Farben, mehr oder weniger ähneln, so vermittelt man aber auch einen nachhaltigen Eindruck von einer Landschaft. Da sollten Faustregeln nur zur Orientierung herangezogen werden, nicht als Schloss und Riegel.
Grüße,
Heinz-Josef