Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hardware Glasnegative - Info - making of
Lothar Franz
11.11.07, 11:36
Hallo ich will dann hier kurz zeigen & beschreiben, wie die Negative hier bei mir aussehen und wie ich sie abfotografiert habe.
Die Glasplatten, die ich hier habe, sind AGFA Ultra-Special-Platten 9 x 12 cm groß. Sie sind etwa 1,5 mm dick.
Die Negativschicht ist einseitig aufgetragen. Also relativ ungeschützt. Die Ränder sind sehr stark "zerfressen".
Ihr seht hier, wie ich eine Platte über die Auflagefläche meines Leuchttisches halte:
http://www.fopix.de/temp/GLNEG_7671.jpg
In folgenden Set habe ich mal zusammengefasst, wie ich den Aufbau
zum abfotografieren eingerichtet habe (links) mit Stativ, Kamera und
abgedecktem Leuchttisch mit einer Öffnung von ca. 9 x 12 cm.
Natürlich geschieht das Abfotografieren bei vollig abgedunkeltem Raum.
Rechts obern noch die originale Schachtel und rechts unten nochmal
eine Glasplatte auf dem Leuchttisch.
http://www.fopix.de/temp/GLNEG_SET.jpg
Die Aufnahme sieht dann mehr oder weniger unbearbeitet (außer Beschnitt und Umkehrung neg. -> pos.) so aus:
http://www.fopix.de/temp/7063_B1_800x600.jpg
Weitere Fragen?
Klasse Reportage, Lothar!
Stellst Du Dich auf die Leiter zum Einrichten der Kamera?
Dein Leuttisch sieht eher so aus, als könnte man ihn nicht auf den Boden legen.
Wenn ich mal wieder mehr Zeit hab, muß ich mir meine alten Gläser auch mal wieder hervorholen.
Fred
Lothar Franz
11.11.07, 14:30
... Stellst Du Dich auf die Leiter zum Einrichten der Kamera?
Dein Leuttisch sieht eher so aus, als könnte man ihn nicht auf den Boden legen. ...
Hallo Fred,
ich kann den Kasten auch auf den Boden legen. Das Arbeiten in
Tischhöhe ist allerdings nach dem (einmaligen) Einrichten für eine
Aufnahmeserie bequemer. Für's Einrichten brauch ich dann, wie schon
vermutet, eine kleine Kleiter oder solch einen festen Küchenstuhl.
http://www.fopix.de/temp/910_3148.jpg
Über die "Konstruktion" meines selbstgebauten Leuchtkastens hatte ich
mal einen Tipp afür die nfac-Webseiten verfasst. Hier mal ein Link:
http://www.fopix.de/temp/910-leu.htm
In Action (Diasortierung) sieht das dann bei mir z.B. so aus: :-)
http://www.fopix.de/gal/mensch/s_self/foto02.jpg
Danke Lothar :D
Es ist schon toll, was man alles von Forenkollegen lernen kann.
Hallo Lothar,
habe mal eine Frage zum Leuchtkasten.
Ich wundere mich ein wenig, dass dieser 20 cm hoch ist!
Ist das dazu, um möglichst diffuses Licht zu bekommen?
Grüße,
Heinz-Josef
Lothar Franz
11.11.07, 14:53
Danke Lothar :D
Es ist schon toll, was man alles von Forenkollegen lernen kann.
Ja, Sylvia, so kommen wir wieder auf den Sinn und Ursprung unseres
nfac zurück. Mit unserem örtlichen Fotoclub waren wir lange, viel zu
lange auf der Stelle getreten. (Ulaubsbilder & Co.) Es gab kein Vorwärts
und kaum eine Abwechslung, geschweige denn kreative Bereicherung.
Dies führte ja dann 1998 zur Anregung des nfac. Und ich habe in dieser
Zeit schon soviel erfahren können und solch tolle Leute kennen lernen
dürfen.
Lothar Franz
08.12.07, 09:37
Hallo Heiz-Josef, sorry, hatte deine Frage aus den Augen verloren ...
Hallo Lothar,
habe mal eine Frage zum Leuchtkasten.
Ich wundere mich ein wenig, dass dieser 20 cm hoch ist!
Ist das dazu, um möglichst diffuses Licht zu bekommen?
Grüße,
Heinz-Josef
Ja, Heinz-Josef, ich habe der Lichtverteilung (Gleichmäßigkeit) nicht
recht getraut und deswegen einen höheren Abstand der Leuchtstoff-
lampen zur Milchglasscheibe gewählt. Der Kasten ist zudem innen mit
knittriger Alu-Folie ausgelegt. Mich stört die Höhe nicht. Im Gegenteil,
wenn der Kasten auf meinem Rollcontainer vom Schreibtisch liegt, hat
er die optimale Arbeitshöhe für mich.
KlausMangold
13.12.07, 22:59
Das Negativ sieht ziemlich flau aus. Wäre da nicht eine Dunkelfeld-Repro der bessere Weg, oder geht das bei solchen Platten wegen der Art der Beschichtung eh nicht?
Lothar Franz
14.12.07, 06:18
Das Negativ sieht ziemlich flau aus. Wäre da nicht eine Dunkelfeld-Repro der bessere Weg, oder geht das bei solchen Platten wegen der Art der Beschichtung eh nicht?
Hallo Klaus,
"Dunkelfeld-Repro" sagt mir jetzt nix. Das geht dann wohl weit über
meine Ahnung von Fotografie hinaus. Ich denke, da sind dann die
DuKa-Spezies gefragt.
Gruß, Lothar
KlausMangold
14.12.07, 15:30
Klingt geheimnisvoller als es in der Praxis ist: Wenn du ein unterbelichtetes Silbernegativ hast und das von schräg seitlich unten beleuchtest, dann gibt es für das Licht einen Winkel, in dem das Silber reflektiert. Das Negativ erscheint dann plötzlich als Positiv, und zwar mit erstaunlich guten Kontrasten. Dunkelfeld heißt das deshalb, weil es natürlich besser funktioniert, wenn man einen schwarzen Hintergrund hat und wenn außerdem von vorne (also aus Richtung des Betrachters) kein Licht auftrifft, denn das würde des Kontrast ja wieder verschlechtern.
Der rote Pfeil in der angehängten Skizze stellt deine Betrachtungsrichtung dar.
Das so angestrahlte Negativ fotografiert man dann ab, deshalb Repro. Das kann man übrigens ganz leicht testen: Nimm ein etwas schwaches SW-Negativ (möglichst Silberfilm, also nicht so gut geht XP2 oder andere silberfreie), mach im Raum das Licht aus und leuchte das Negativ von schräg hinten mit der Taschenlampe an.
Warum von hinten weiß ich jetzt nicht mehr. Es geht auch von vorne aber irgendeinen Grund gab's, oder ich hab's falsch in Erinnerung. Ganz ähnlich hat ja auch die früße Daguerreotypie funktioniert mit dem Silber auf der Glasplatte. Das sah auch nur aus einer bestimmten Richtung optimal aus.
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