Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Software Der ultimative Tonemappingthread
Hier solls um Wege zum Tonemapping und dem damit verbundenen DRI-Techniken gehen. Da ich selbst in dieser Richtung noch nichts gemacht habe, bitte ich euch:
Beschreibt doch mal, wie ihr mit eurem Programm zu den entsprechenden Ergebnissen kommt, die wir hier und auch woanders in letzter Zeit häufiger sehen. Vielleicht kann man da ja zum Schluss ein Tutorial für die nfac-Seite draus machen.
Hmmmm, ultimativ klingt nach Superlative.
Und Superlative kann ich nicht bieten, schon gleich gar nicht im Bereich DRI, da ich das nur selten mache.
Aber für alle die, die sich damit versuchen wollen, hätte ich einen Link anzubieten, der sich mit dem Thema beschäftigt und wo man sich auch eine kostenlose Software für eigene Experimente runterladen kann:
http://traumflieger.de/desktop/DRI/dri_tool.php#wasistdri
Mal sehen, wenn ich ein wenig Zeit habe, dann kram ich mal ein, zwei Aufnahmen aus meinem Archiv, die ich damit gemacht hab.
Und wenn ich am Kramen bin, irgendwann hab ich mal eine Art Tutorial für DRI mit Photoshop, ohne Hilfsmittel gemacht, vielleicht find ich den auch noch ;)
Fred
Edith :) Ich seh gerade, dass auf der Traumflieger-Seite ein Link zu einer manuellen Methode eingepflegt wurde, der sicherlich viiiel besser als meine Doku ist:
http://www.digiachim.de/DRI/index.htm
dellbrueker
23.11.07, 00:46
Ich kann zwei Möglichkeiten vorstellen:
A)
1. "normales" Tone-maping mit etwas hohen Werten, abspeichern. Anschließend in einem Programm mit Ebenentechik die Datei laden. Hintergrundebene duplizieren. Die neue Ebene mit dem Filter "Tontrennung und Kantenbetonung" bearbeiten. Anschließend beide Ebenen mit einem Prozentsatz von ca. 30 - 50% wieder vereinen.
Ergibt:
http://manfred.zeigt-bilder.de/nfaczoo.jpg
B)
1. Erstellen einer .hdr – Datei mittels Photomatix
2. Die hdr -Datei wird völlig unterschiedlich zweimal mittels tone-mapping bearbeitet (Details siehe unten) und jeweils als separate Datei abgespeichert.
3. Die beiden entstandenen Dateien werden in einem Programm geöffnet ,das Ebenen verarbeiten kann (Ich habe es mit Photoshop Elements gemacht)
4. Mit „Multiplizieren“ und einer Deckkraft von ca. 40% wird die obere Ebene und untere Ebene auf eine Ebene reduziert.
5. Je nach Geschmack kann das Bild nun mittels „Unscharfmaskieren“ bearbeitet werden.
Wenn man diesen Weg wählt, sollte man zuerst mit einem sehr kleinen Radius und dann mit einem sehr großen (40-60?) arbeiten. Zusätzlich oder stattdessen kann man auch mittels starkem „Hochpass-Schärfen“ arbeiten.
6. Abschließende, normale Bearbeitung.
Nachfolgend die Reglereinstellungen für das tm. In Klammern stehen die Werte für die zweite Datei. Nicht erwähnte Regler spielen keine Rolle oder dienen nur dem Feintuning:
Stärke: 100 (100)
Farbsättigung: 75 (20)
Weißpunkt: 0,8 (5)
Schwarzpunkt: 0,06 (5) Diese beiden Regler stehen in Version 2.5x unter „Tonwerte“
Kontrast glätten (in Version 2.4 Lichter glätten): eine mittlere (eine schwache) Einstellung. Wobei ich aber hier versuche „Halos“ zu reduzieren und deshalb auch mal höhere Einstellungen wähle.
Helligkeit: +10 (-10)
Stärke Mikrokontrast: hoch (hoch)
Stärke Mikrokontrast glätten: o (o)
Anmerkung: Die zweite Datei wird die dunklere, farbärmere. Sie dramatisiert das andere Bild oder bringt den zeichnerischen Effekt ins Spiel. Deshalb ist die Angabe bei der Ebenenbearbeitung 40% nur eine Anfangseinstellung und die Einstellung „Multiplizieren“ fast schon Pflicht!
Ergibt:
http://manfred.zeigt-bilder.de/nfarckorb.jpg
Hallo Micha
interessanter Thread.
Diese Bildbearbeitungsmöglichkeit/problematik interessiert mich auch. Und damit Manfred (dellbrücker) nicht so alleine ist, auch von mir einen kleinen Versuch in diese Richtung (...ich mag Farbe ;D).
http://digi-foto.zeigt-bilder.de/FixFoto/Allgemein/nfac.jpg
Einen speziellen workflow habe ich nicht, sondern bearbeite jedes Bild individuell, je nach Bildvorgabe und gewünschtem Ergebnis.
Überwiegend mit Dynamic Photo-HDR.
Gruß
Alois
Alois, kannst du mal in etwa beschreiben, was du machst? Es soll ja hier weniger ums zeigen, denn um praktische Tipps gehen.
Alois, kannst du mal in etwa beschreiben, was du machst? Es soll ja hier weniger ums zeigen, denn um praktische Tipps gehen.
natürlich ... aber eigentlich steht alles schon unter meinem eingestellten Bild.;). Ich arbeite da wirklich nur intuitiv ...
Grundsätzlich möchte ich jedoch folgendes sagen :
1.) Was möchte ich anwenden ?:
Nur DRI oder HDR mit zwingendem tonemapping ?
a) Bei Exposure Blending bzw. Dynamic Range Increase (DRI), erfolgt eine Überlagerung mehrerer Bilder und eine Zusammenfassung in den Lichtern und Tiefen,
b) bei HDR/Tone Mapping wird ein 32-Bit-HDR-Bild aus mehreren Einzelaufnahmen errechnet. Auf normalen Bildschirmen kann das erzeugte HDR Bild nicht mit seinem kompletten Tonwertumfang vollständig abgebildet werden. Das daher zwingend folgende tone-mapping erlaubt, den Detailreichtum von Aufnahmen mit diesem Tonwertumfang wieder sichtbar zu machen.
2.) Bildmaterial:
echte oder unechte Belichtungsreihen,
RAW, tiff oder jpeg?
Für diese doch einschneidenden Bildbearbeitungsprozesse sollte optimales Bildmaterial vorliegen, am vorteilhaftesten daher RAW.
Dies ist bei echten Belichtungsreihen gegeben, ob RAW oder als konvertiertes tiff..
Bei den unechten Belichtungsreihen spricht man von einer Bildvorlage (möglichst RAW) welche im Konverter mit entsprechenden Blendenstufen mehrfach über- und unterbelichtet neu erstellt wird und wie auch das Original als 16-bit-tiff abgespeichert werden. Daher sollte das einzig vorliegende Bild in optimalster Qualität vorliegen.
Und dann die Frage, was will ich erreichen ?:
Unauffällige Ausdehnung des Dynamikumfanges: da sollte oft die DRI-Variante mit anschließender (ebenenbasierter) lokaler Kontrast- und Farberhöhung im Bildbearbeitungsprogramm ausreichen.
Mit HDR/tonemapping geht alles, von dezent bis malerisch expressiv.
Manfred hat in seinem Beitrag einen kleinen workflow (Photomatix) vorgegeben. Die HDR-Bearbeitung ist m.E. sehr abhängig von dem gegebenen Bildmaterial und dem zu erreichenden Ergebnis. Einen genauen workflow habe ich bei meinem Bildbeitrag daher bewusst nicht machen wollen (und außerdem kann ich die Bearbeitungsschritte eh' nicht mehr nachvollziehen).
Tipp:
Unbedingt "Halo's" vermeiden.
Und mit den verschiedenen Reglern die möglichen Einstellungen testen.
Bei "normaler" Bildbearbeitung erhält man von drei Leuten fünf verschiedene Meinungen ;)... bei HDR wird Akzeptanz oder Ablehnung noch viel stärker polarisierend wirken ;D.
So, jetzt habe ich wieder viel zu viel geschrieben und schließe hiermit.
Gruß
Alois
edit:
Wer Zugriff auf das letzte c't -Sonderheft "digitale Fotografie" hat, sollte dort mal reinschauen. Mache ich auch öfters, man vergisst doch einiges, wenn man nicht täglich mit dieser Aufgabenstellung konfrontiert ist.
Nein, nicht zuviel geschrieben.
Alles wurde sehr verständlich und auch richtig wiedergegeben. Auch der Unterschied zwischen DRI und HDR bzw. echte und unechte Belichtungsreihen wurde noch nie so deutlich erklärt.
Danke!
Hallo
nun muss ich doch noch etwas schreiben.
Tipps zur praktischen Umsetzung von echten Belichtungsreihen (enstpricht in etwas den Vorgaben für Panoramfotos):
1. Stativ (evtl. wegen den längeren Belichtungszeiten in den minus-EV-Bereichen
2. autom. Weißabgleich ausschalten, manuell festlegen
3. manueller Belichtungsmodus mit fester Blende (letzteres wegen der mögl. Änderung der Schärfentiefe)
4. Belichtungszeit für den hellsten und dunkelsten Motivbereich bestimmen (dabei die 18%-Grauregelung beachten, oder das Histogramm anschauen)
5. (konstanter) Belichtungsfaktor pro Bild kann i.d.R. bei +/- 2 EV liegen; bei qualitativ hochwertigen Motiven ist auch die Konstante bei +/- 1 EV möglich.
Grundlegende Bildbearbeitungen sollten möglichst am HDR-Bild erfolgen (Störungs- Rauschentfernung, Schärfung o.ä.) wenn des genutzte Programm dies denn überhaupt anbieten sollte. Bearbeitungen an den Ausgangsbildern sollten möglichst nicht vorgenommen werden. Theorie, welche ich noch am nachprüfen bin.
So reicht ...
Gruß
Alois
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