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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Problem Modenschau


KlausMangold
11.10.10, 21:23
Ich hab ja in einem anderen Beitrag (People) schon was drüber geschrieben, dass ich das sehr nervig fand, dass man halt nur minimalen Einfluss auf den Hintergrund hat bei so einer Veranstaltung. Der bestand nämlich lediglich darin, dass ich mir raussuchen konnte, wo ich stehen will. Ich hätte zwischendurch auch wechseln können, aber das hätte auch nichts Grundsätzliches geändert.

Ich hab mich dann dafür entschieden, dass ich mit dem 85er mit fast ganz offener Blende fotografiere, damit der Hintergrund absäuft in Unschärfe. Als Position hab ich mir nahezu Gegenlich rausgesucht, weil ich Schlagschatten im Gesicht vermeiden wollte. Außerdem wäre in der anderen Richtung immer eine hässliche Laterne mit Papierkorb dran im Bild gewesen.

Jetzt sehe ich, dass meine Rechnung nur begrenzt aufgegangen ist. Der Hintergrund ist natürlich schon unscharf und das Licht von hinten auf den Haaren ist soweit auch okay, aber die vielen Farbflecken (hier im Bild schon deutlich abgeschwächt) und die vielen formlosen hellen und dunklen Konturen lenken halt doch den Blick extrem ab.

Mich interessiert, wie ihr an diese Situation ran gegangen wärt und was für Ideen ihr sonst noch gehabt hättet. So ein ähnliches Problem kann einem ja auch bei anderen Situationen auch begegnen.

Hier ein Bild und das Hintergrundproblem:

ViewPix
24.01.11, 19:59
Ein Assistent auf der anderen Seite der eine transportable Leinwand mit sich herumträgt war sicher keine Option - oder 8-)

dellbrueker
24.01.11, 22:41
Man könnte es evtl. mit einer tieferen Aufnahmeposition versuchen, die Kamera
um ca. 1-1,5 Stufen abblenden und das "Model" gleichzeitig mit einem Blitz aufhellen.

Das ergibt aber von der Aussage wohl ein etwas anderes Bild, der HG wäre aber nicht mehr so dominant....
(...und man muß zusätzliche Ausrüstung mit rumschleppen)

KlausMangold
27.01.11, 23:17
In dem Fall könnte reinblitzen tatsächlich eine überlegenswerte Lösung sein. Es gibt sicher schon Einsatzbereiche für Blitz, wo das eine Verbeserung bringt. Ich denke mir auch ab und zu, dass ich danit einfach mal gründlich exerimentieren und Blitz nicht so pauschal "verdammen" sollte. Die Hemmschwelle dafür besteht aber darin, dass ich denke, alles in allem wird Blitz bei mir doch die Ausnahme bleiben. Dafür dann extra für teures Geld was anschaffen, dazu konnte ich mich einfach bisher nicht entschließen.

dellbrueker
27.01.11, 23:42
Bis vor etwa zwei Jahren war ich selbst ein notorische Blitzverweigerer, der am liebsten den kamerainternen Blitz zugeschweißt hätte.

Über den Umweg Studioblitz - mit dem ich aber dann plötzlich sehr heftig zu tun bekam - begann mein Interesse auch an Systemblitzen zu steigen. Da diese Dinger aber wieder völlig anders funktionieren, habe ich mir zwei Bücher über Systemblitze gekauft.
Eines davon - sehr empfehlenwert - ist das Buch von Wächter " Heute schon geblitzt?". Dieses über 150 Seiten starke Buch bezieht sich zwar auschließlich auf`s Canon-System, war aber ganz überwiegend auch problemlos auf meine Oly-Blitze übertragbar.
In diesem Buch wird eben auch deutlich erwähnt, dass die Kamera und der Blitz völlig voneinander losgelöst in der Belichtung sind. So kann man beispielsweise einen satten dunklen (da unterbelichtet) Himmel erzeugen und gleichzeitig das Motiv korrekt ausleuchten. (Es gibt ja auch "Softboxen" für die "Knirpse")
In foto tv gab`s dann noch weiter Hinweise.
Vielleicht kannst du das Buch (24,90EUR) ja mal in einer Bücherei durchblättern - es ist jedenfalls mächtig interessant und macht Appetit auf eigene Versuche....

fred-art
28.01.11, 11:00
Ich setze öfter mal Systemblitze ein, in der Regel allerdings entfesselt und nutze auch kein ETTL.
Sehr gern mag ich dabei die alten Metz-Stabblitze der 45er Serie, weil die zum Einen vernünftig Licht machen und nicht nach 20 mal Zünden schon nach nem Batteriewechsel schreien.
Zwei Davon hab ich zusammengekoppelt in einer Softbox und löse sie mit billigen China-Funkauslösern aus.
Das Gleiche nochmal mit nem Durchlichtschirm, hier lag der Anschaffungspreis für die beiden Blitze, den Schirm und den Funkauslöser unter 50 Euro. Für 20 Euro bekommt man noch ein vernünftiges Stativ dazu (wenn man nicht auf höchste Qualität setzt).

Für nen gescheiten Faltreflektor legt man ebensoviel hin, hat aber weit weniger Möglichkeiten.

Wobei ich Dich trotzdem gut verstehe, weil ich bei meinen Reisen und bei den Outdoor-Aufnahmen auch am liebsten mit avaiable light arbeite.


Fred