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Claudia-Evelyn 01.11.17 10:38

Wie werde ich solchen Lichtverhältnissen gerecht?
 
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Hallo liebe Foris,

mal eine Frage: Wie werde ich solchen Lichtverhältnissen gerecht? Selbst aus dem Raw konnte ich kein zufriedenstellendes Ergebnis zaubern.Es rauscht wie Hechtsuppe. Fotografiert habe ich mit einer Panasonic GX 8 oder war's die GX 70 mit einem 25er 1.4. Würde mir in solchen Fällen eine Vollformat was nützen? Das Foto habe ich nur verkleinert.

Einen schönen Feiertag wünscht Claudia

ViewPix 01.11.17 10:45

AW: Wie werde ich solchen Lichtverhältnissen gerecht?
 
Wenn ich das richtig sehe hast Du bei einer hundertstel Sekunde belichtet, 1/100 sec. Außerdem Dich auf eine Kamerahalbautomatik verlassen. Ich würde hier die ISO begrenzen, auf den Manuellen Modus gehen und lieber etwas unterbelichten um dann im RAW etwas aufzuhellen.

Siehe diesen interessanten Artikel: Warum ihr eure Kamera vermutlich falsch einsetzt

Viele Grüße Torsten

Claudia-Evelyn 01.11.17 10:49

AW: Wie werde ich solchen Lichtverhältnissen gerecht?
 
Ja Torsten, ich habe die Zeitautomatik mit einer 1/100 bewusst eingestellt, weil das mein Minimum ist, das ich unverwackelt halten kann. Iso habe ich begrenzt auf 4000. Was mir nicht ganz klar ist, warum ich in solchen Fällen noch mehr unterbelichten soll, ist doch bereits mehr als unterbelichtet. Vielleicht gibt mir ja der Artikel Auskunft darüber. DANKEschön vorerst!

kschachts 01.11.17 11:18

AW: Wie werde ich solchen Lichtverhältnissen gerecht?
 
Wenn ich das Rauschen eines Bildes entfernen muss, bearbeite ich das RAW-Bild mit DxO. DxO hat aber nicht jeder.

Wenn bei der Aufnahme kein Stativ möglich ist, die Aufnahme "aus der Hand" fotografiert werden muss, nutze ich manchmal die Kameraoption "Handgehalten bei Dämmerung". Dabei macht die Kamera mehrere Aufnahmen bei extremen ISO-Werten schnell hintereinander und verrechnet diese dann kameraintern. Da jedes Einzelbild anders rauscht, nivelliert sich das Rauschen fast weg. Natürlich sorgt die Kamera auch dafür, dass die leicht gegeneinander verschobenen Einzelaufnahmen auch genau übereinandergelegt werden. Sony hat m.E. diese Funktion zuerst eingeführt. Da sie so gut hilft, haben viele andere Hersteller so etwas auch in ihre Kameras eingebaut (unter welcher Bezeichnung auch immer). Ob Deine Modelle das haben, weiss ich leider nicht.

Altländer 01.11.17 11:23

AW: Wie werde ich solchen Lichtverhältnissen gerecht?
 
Zitat:

Zitat von Claudia-Evelyn (Beitrag 127529)
Was mir nicht ganz klar ist, warum ich in solchen Fällen noch mehr unterbelichten soll, ist doch bereits mehr als unterbelichtet. Vielleicht gibt mir ja der Artikel Auskunft darüber. DANKEschön vorerst!

Sorry, aber das ist Quatsch und auch der Artikel nicht der Weißheit letzter Schluss.
Du hast hier zwei Möglichkeiten. Erstens, du begrenzt die Iso so, dass kein Rauschen einsetzt und belichtest auf die hellsten Stellen so, dass die Lichter gerade noch nicht ausfressen. Dann kannst du die Schatten so aufhellen, dass es nicht zu rauschen beginnt. Aber nur die Schatten. Abgesoffen ist abgesoffen, ebenso ist ausgefressen ausgefressen. Da gibt es kein wenn und kein aber und es rettet dich auch kein Raw Konverter dieser Welt.

Die zweite Möglichkeit ist, du nutzt eine Belichtungsreihe vom Stativ, die dir ein HDR Programm zusammen rechnet. Das setzt einige Übung voraus und beides geht eigentlich nur vom Stativ.

Ein 24mm kannst du auch noch mit 1/30 sek ruhig halten. Da muss man sich halt mal anlehnen oder den Kameragurt mit als Stütze benutzen.

Eine Kamera mit Kleinbildsensor hilft hier nur begrenzt. Moderne Kameras mit APS-C Sensor sind hier praktisch gleich auf. Eine Sony A6500, eine Nikon D500 oder eine Fuji Pro2 / XT 2 sind in diesen Bereichen sicherlich genau so gut, wie eine so genannte Vollformatkamera.

Gruß Wolfgang

Jens 01.11.17 11:45

AW: Wie werde ich solchen Lichtverhältnissen gerecht?
 
Hallo Claudia,

ich mache das so:
Blende möglichst weit auf entsprechend der Aufnahmesituation.
Zeitautomatik eingeschaltet.
Isobegrenzung auf den höchsten Wert, den ich akzeptieren würde für die anstehende Aufnahmesituation.

Ich suche mir eine möglichst "verwacklungsverhindernde" Aufnahmepostion, zB mit Anlehnen, Aufstützen, Kamera auflegen.

Und dann kümmere ich mich nicht ums Verwackeln, sondern mache lieber ein paar mehr Aufnahmen in der Hoffnung, dass etwas Brauchbares dabei ist.

Wenn es zu dunkel ist, dann ist es zu dunkel - da ist einfach wenig zu machen außer mehr Licht.
Oder du akzeptierst das Isorauschen und nimmst es bewusst als Bildelement mit auf.
Das passt allerdings nicht immer.

Mit Grüßen von Jens

ViewPix 01.11.17 12:47

AW: Wie werde ich solchen Lichtverhältnissen gerecht?
 
Zitat:

Zitat von Claudia-Evelyn (Beitrag 127529)
Was mir nicht ganz klar ist, warum ich in solchen Fällen noch mehr unterbelichten soll, ist doch bereits mehr als unterbelichtet. Vielleicht gibt mir ja der Artikel Auskunft darüber...

Ich war auch immer skeptisch, dachte immer lieber ein helles Bild absinken, als ein dunkles aufhellen. Aber es ist nun mal so, dass extrem ausgetretenen Lichter keine Zeichnung mehr hervorbringen können. Andersherum kann man bei abgesoffenen Schatten oder eben unterbelichteten Bereichen immer noch gut wiederherstellen. Schau Dir den Artikel mal an und probiere mal aus. Mach die Vorhänge zu und probiere mal etwas herum. Es hilft auch, durch Masken nur bestimmte Bereiche aufzuholen.

Eventuell kannst und darfst du ein Einbeinstativ verwenden ;)

Viele Grüße

Isabelle 01.11.17 13:09

AW: Wie werde ich solchen Lichtverhältnissen gerecht?
 
Hallo Torsten,

danke für den interessanten Artikel, der mir aus der Seele spricht. Ich bearbeite auch immer nach, hauptsächlich in Lr, wobei ich schon versuche die Kamera möglichst günstig einzustellen. ;-)

Claudia-Evelyn 01.11.17 13:14

AW: Wie werde ich solchen Lichtverhältnissen gerecht?
 
Herzlichen Dank an Alle für Eure doch recht vielseitigen Antworten.

Die Arbeitsweise von Dir Jens entspricht meiner Vorgehensweise. Den Standort suche ich mir meist vorher aus und bewege mich dann nicht mehr allzu sehr davon weg, um nicht zu stören. Bei diesem Konzert z.B. hättest Du eine Stecknadel fallen hören können.

Belichtungsreihen, so wie Du das vorschlägst Wolfgang sind in der Regel nicht möglich, da sich meine Motive zu sehr bewegen. Manchmal nehme ich ein Einbein mit, aber dann schlage ich mit Sicherheit an der Kirchenbank oder woanders an und möchte dann am liebsten in ein Mauseloch verschwinden. ;D

Den Artikel habe ich jetzt gelesen, aber die Logik scheint mir etwas ungewohnt. Wie vorher bereits geschrieben, wohin hätte ich denn noch weiter unterbelichten sollen? Dass aus Schatten mehr rauszuholen ist, ist mir natürlich bewusst Torsten. Experimente bei Kerzenschein sind bei mir zu Hause nicht ganz so erfolgversprechend, da ich ja mit der Kamera größere Entfernungen bewältigen muss.

ViewPix 01.11.17 14:00

AW: Wie werde ich solchen Lichtverhältnissen gerecht?
 
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Vielleicht lässt sich ja die längste Belichtungszeit doch noch etwas verlängern, das ist mitunter Brennweitenabhängig und auch eine Übungssache, hier hilft auch eventuell eine schnelle Bildfolge um den best möglichen Treffer zu erzielen, also Dauerfeuer. In der Kirche dann vielleicht im Lautlos Modus.

Ich hänge mal ein Bild dran bei einer 80stel (1/80) Sekunde mit ISO 5000 aus der PEN-F soweit unbearbeitet, nur fürs Forum skaliert. Ist zwar nicht drinnen, aber trotzdem, wollte nur zeigen, dass vielleicht auch unterhalb einer hundertstel Sekunde noch Ergebnisse Möglich sind.


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