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Alt 06.11.17, 20:43
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Jens Jens ist offline
 
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AW: Wie werde ich solchen Lichtverhältnissen gerecht?

Hallo Claudia,

ich hatte mal eine canon 5d3 (großer Sensor) und wechselte dann auf Fuji XT1.
Das ist zwar schon etwas länger her, aber ich erinnere mich noch gut an mein damaliges "Aha"-Ergebnis.
Na klar haben größere Sensoren ein besseres Rauschverhalten, wenn man gleiche Sensorengenerationen vergleicht.
Aber plötzlich konnte ich genau in den von dir geschilderten Dämmerlicht-Situationen bei meiner neuen Fuji für die gleiche Schärfentiefe die Blende weiter aufmachen, verglichen mit meiner alten Canon, wenn ich ein crop-angepasstes Objektiv verwendete (Canon 50mm = Fuji 35mm).
Bei der Canon verwende ich ein 50mm Objektiv und bei der Fuji eines mit 35mm bei vergleichbarem Bildausschnitt.
Das 35iger hat eine größere Schärfentiefe verglichen mit dem 50iger.

Ich hab eben noch mal im "blauen Forum" nachgesehen, wo seitenweise und wiederholt solche Diskussionen zu diesem Thema geführt werden, meistens nicht sehr ergibig finde ich:
Zitat:
Bei gleicher Blende und bei gleichem Bildausschnitt 1), ist die Menge an Licht/Photonen pro Fläche gleich. Aber, der größere Sensor bekommt natürlich insgesamt mehr Photonen für das gleiche Bild. Ich habe also mehr "Helligkeit" für das gleiche Bild und muss darum weniger stark verstärken. Das ist der Hauptgrund, warum große Sensoren bei gleicher Blende weniger rauschen.

Aber: Je größer ich den Sensor mache, umso geringer wird die Schärfentiefe und um so unschärfer werden Hinter- und Vordergrund 2). Will ich aber die gleiche Schärfentiefe, muss ich so weit abblenden, dass nur noch genau die gleiche Menge Licht auf dem großen Sensor ankommt wie auf dem kleinen. Dann aber ist die Schärfentiefe gleich und das Rauschen ist auch gleich.
zu finden: http://www.dslr-forum.de/showthread....lformat&page=5

Klar ist jedenfalls für mich:
-ein größerer Sensor hat ein besseres Rauschverhalten bei gleicher Blende und Belichtungszeit.
-verwende ich eine Kamera mit größerem Sensor, so muss die Brennweite meines Objektives um den Crop-Faktor größer sein als bei der Kamera mit kleinerem Sensor.
Muss ich auf eine bestimmte Schärfentiefe achten, so kann ich bei dem kleineren Sensor eine größere Blendenöffnung verwenden, was diesen Rauschvorteil schrumpfen läßt.
Oder auch anders gesagt: die Kamera mit dem kleineren Sensor hat eine größere Schärfentiefe bei gleicher Blende bei crop-angepassten Objektivenbrennweiten.

Dass die Kameras mit größerem Sensor ein besseres Rauschverhalten haben ist für mich klar, aber sie können es nicht immer auspielen, weil sie um eine bestimmte Schärfentiefe zu erreichen weiter abgeblendet werden müssen, verglichen mit einer Kamera mit kleinerem Sensor und dessen einem crop-angepasstes Objektiv.

@Jörg. Das alles gilt selbstverständlich für Sensoren gleicher Generation.

Mit Grüßen von Jens
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