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Alt 05.11.17, 12:32
Altländer
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AW: Wie werde ich solchen Lichtverhältnissen gerecht?

Zitat:
Zitat von Jens Beitrag anzeigen
Hallo Wolfgang,
dieser von dir angesprochene Freistellungsvorteil ist aus meiner Sicht nicht absolut zu sehen und dies zeigt sich eben gerade am Thema dieses Threads:

In den meisten Fällen will ich keine speziell starke Freistellung, da ist es wurscht ob kleiner oder größerer Sensor.

Will ich eine möglichst geringe Schärfentiefe (was aus meiner Erfahrung eher Ausnahmen sind), da bin ich mit einem größeren Sensor besser dran.

Aber -um auf dasThema in diesem Thread zu kommen: sind die Lichtverhältnisse sehr schlecht und ich will eine brauchbare Schärfentiefe, so kann ich eben mit einem kleineren Sensor weiter aufblenden bei noch akzeptabler Schärfentiefe.

Mit Grüßen von Jens
Was speziell diesen Thread betrifft, hast du sicherlich nicht unrecht. Was die Freistellung und somit die Tiefenschärfe/Schärfentiefe allgemein betrifft, darf man das nicht zu sehr auf sich selbst und seine Vorlieben beziehen, denn viele andere Fotografen bevorzugen gerade freigestellte Motive und das hat, je nach Motiv auch durchaus sein Reiz. Wie du weiter schreibst, sind eine geringe Schärfentiefe nach deiner Erfahrung "eher die Ausnahme" und hier möchte ich dir widersprechen. Gerade zur Zeit werden sehr gute und hochpreisige Objektive mit hohen Lichtstärken auch im WW Bereich angeboten. Und dies rührt nicht daher, dass man diese wegen der Lichtverhältnisse braucht. Ob ich bei 3200 Iso mit einem 24mm Objektiv Blende 1,4 oder 2 zur Verfügung haben entscheidet dann nicht mehr darüber, ob ich ein Bild machen kann oder nicht. Generell reicht hier ein Objektiv mit Lichtstärke von 2.8 bei 24mm fast immer aus. Aber zum Freistellen bei diesen Brennweiten sind hohe Lichtstärken einfach Pflicht.
Man könnte nun denken, ich sei ein Freistellungsfanatiker, dem ist aber nicht so, denn ich fotografiere meist mit Blenden zwischen 4 und 8 (jedenfalls sagt das Lightroom) oder anders herum, ich nutze die Blende, die ich für meine Motive brauche und das sind eben genau die genannten.

Was dieses hier beschriebene Motiv betrifft, hätte ich mit meiner betagten Pro 1 mit APS-C Sensor sicherlich weniger Probleme gehabt, auch mit ausreichender Blende, weil sie bei 6400 Iso recht wenig rauscht und ich somit das Motiv einfach anders Belichten hätte können.

Deshalb schrieb ich auch, dass es hier kaum ein Unterschied macht, ob ich eine moderne APS-C Kamera, zum Beispiel eine Sony A6500 oder eine Fuji Pro 2 verwende, oder eine Nikon D750 / Canon 5D Mark? / Sony A99. Was die Beherrschung der Lichtverhältnisse betrifft, sehe ich da weder Kleinbild noch APS-C im Vorteil. Und wenn ich dann noch auf Blende 4 abblende, wird der Unterschied hier marginal.

Zur Freistellung noch ein Beispiel
Dieses Bild habe ich (zu Testzwecken, weil man behauptete das 23mm F1.4 von Fuji sei nicht offenblendtauglich!) mit einem 23mm Objektiv bei Blende 1.4 und APS-C Sensor aufgenommen. Würde ich nun ein 35mm Objektiv bei Blende 1,4 am Kleinbildsensor bei gleichem Bildausschnitt einsetzen, wäre der Unterschied kaum sichtbar. Etwa bei Blende 1,8 - 2 hätte man exakt die gleiche Tiefenschärfe. Somit ist dieses (leidige) Thema, Freistellen geht mit Kleinbild besser, zumindest für mich praktisch widerlegt, weil praktisch irrelevant. Mein Fazit, Kleinbild hat diverse Vorteile, die hier aufgezeigt wurden. Einige dieser Vorteile sind gleichzeitig die Nachteile von APS-C und umgekehrt. Insgesamt jedoch, möchte ich nicht zurück zum Kleinbild (hatte ich ja schon) weil bei APS-C einfach alles Kompakter, leichter und teilweise auch weitaus günstiger zu bekommen ist.

Gruß Wolfgang

Geändert von Altländer (03.02.19 um 11:29 Uhr)
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