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  #1  
Alt 28.08.17, 10:14
Benutzerbild von fred-art
fred-art fred-art ist offline
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Warum es besser ist mit einer schlechteren Kamera zu fotografieren!

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  #2  
Alt 28.08.17, 13:36
kschachts kschachts ist offline
 
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AW: Warum es besser ist mit einer schlechteren Kamera zu fotografieren!

Danke für den Link.

Einige meiner subjektiv gelungensten Fotos sind mit meiner Zweitkamera gemacht worden. Das ist eine Kamera mit dem gleichen Anschluss, aber die preiswerteste Variante ohne elektronischen Schnickschnack. Sie fotografiert halt. WAS ich damit fotografiere und WIE ich das Bild gestalte, darauf kommt es mir an. Neuere Technik macht das Fotografieren manchmal etwas angenehmer, aber besser werden die Bilder nicht, nur weil sie mit der besseren Kamera aufgenommen wurden.

Manchmal machen sogar Jahrzehne alte Objektive Fotos mit besonderer Wirkung. Das geht mit High End Hardware gar nicht.

Also zumindest an mir geht die Hochjubelei von mit teuerster Technik gemachten Fotos vollständig vorbei. Neue Leica-Ausrüstungen, deren Hauptzeck es ist, auf der Coctail-Party in der Vitrine bestaunt zu werden, tun mir leid. Deren Besitzer ebenfalls.
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  #3  
Alt 28.08.17, 14:09
Benutzerbild von fred-art
fred-art fred-art ist offline
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AW: Warum es besser ist mit einer schlechteren Kamera zu fotografieren!

Der Artikel polarisiert und das soll er auch. Entsprechend provokativ ist er auch geschrieben. Aber ein Stück weit hat er natürlich recht. Und wenn man seine Bilder anschaut, dann sieht man auch, dass er weiß, wovon er spricht.

Der Sven fotografiert nicht ausschließlich analog, sondern ab und an auch mal mit einer EOS 550D

Ich lese solche Artikel gerne, weil man dabei ganz bewusst wieder daran erinnert wird, dass das Werkzeug relativ unerheblich ist. Klar kann man mit einem stumpfen Messer schlecht schnitzen. Aber ob es eine 14fach gefaltete Damastklinge ist oder ein einfacher stahl - solange das Ding scharf ist, kann der Künstler damit was erschaffen. In der Fotografie ist es genau so.

Fred

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  #4  
Alt 28.08.17, 15:13
Benutzerbild von Titus
Titus Titus ist offline
 
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AW: Warum es besser ist mit einer schlechteren Kamera zu fotografieren!

Der Artikel trifft einen auch für mich wichtigen Punkt. Wer keine Inhalte sucht, kann sich in der Technik der Ausführung Befriedigung suchen. Dies gilt für alle Formen der Kreativität. Bei der Fotografie kommt dazu, dass beträchtliche Gewinne zu erzielen sind, wenn man die grosse Zahl der Amateure auf diesen Weg bringt.

So weit also einverstanden: Nur wird die "Analogfotografie" gerade jetzt zum Trend hochgejubelt. Es winkt das Geschäft mit Filmen, Filmentwicklung und neuen Scannern. Aussagen des Artikels wie: "Ich bin Fotograf! Ich benötige keine digital Kameras, kein Photoshop, kein Lightroom um gute Fotografien zu machen!" und "Es ist als Beispiel auch viel cooler trotz großem Einkommen einem minimalistischen Lebenstil zu haben" riechen für mich gerade wieder darnach, dass ein neuer Trend in Gang gesetzt und vermarktet werden soll. - Geht es wirklich darum "cool" zu sein?

Ich möchte dem Herrn Rausch diese Botschaft nicht unterschieben. Dennoch, sie ist zumindest missverständlich.
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  #5  
Alt 28.08.17, 15:13
Altländer
Gast
 
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AW: Warum es besser ist mit einer schlechteren Kamera zu fotografieren!

Hier muss ich auch mal mein Senf dazu geben.

Zunächst einmal finde ich nicht (mehr) dass man mit Film eine andere (bessere?) Wirkung erzielen kann, als mit einer digitalen Kamera. Anders ja. Besser, in meinen Augen nein.
Dazu ist die moderne (nicht unbedingt die aktuelle) Kameratechnik zu sehr fortgeschritten, als dass man sich heute noch großartig Gedanken über die Bildqualität machen soll oder muss. Diese ist, das kann man mit Gewissheit sagen, mittlerweile über alles erhaben und selbst mit den kleinen Sensoren moderner Smartphones lassen sich heute, wenn auch nur in begrenzter Größe, hervorragende Aufnahmen machen. Wer sich davon überzeugen will, braucht nur mal bei Flickr als Suchbegriff Iphone einzugeben.

Maßgeblich ist nach wie vor der Fotograf und weniger das Gerät. Bei letzterem zeigt sich mehr und mehr, dass es dabei nur noch um dessen perfekte Bedienung geht und wie gut der Fotografierende diese beherrscht.

Als seiner Zeit die ersten brauchbaren AF Spiegelreflex Kameras auf den Markt kamen, das dürfte so Mitte der achtziger Jahre gewesen sein, stäubte ich mich noch einige Zeit, auf eine AF Kamera umzusteigen, weil dies mit dem Wechsel einer ganzen Objektivgeneration einher ging. Nicht ganz so schwer viel mir der Wechsel von Analog, Film auf Digital, obwohl ich auch hier lange gewartet habe. Die Minolta Objektive, die ich verwendete, funktionierten mit mehr oder weniger Abstrichen allesamt auf der Minolta D7d. Erst beim Erwerb der deutlich verbesserten Sony A700 (immer noch mit Minolta Anschluss) zeigten sich die Schwächen einiger Objektive doch sehr deutlich, so dass ich nach und nach auf neuere Objektive umschwenkte.

Dies fiel mir auch deshalb etwas leichter, weil ich zu dieser Zeit im Sony Store in Berlin bis zu 30% auf Kameras und Objektive bekam und ein Freund mir auch einiges direkt aus Amerika mitbrachte. So bekam ich zum Beispiel den Batteriegriff für meine A850 zu einem Preis, für den ich ihn hier zu Lande nicht mal gebraucht bekommen hätte.

Störend für mich waren nach wie vor die nicht wirklich guten High Iso Eigenschaften, der teilweise ungenaue AF und die Dynamikeigenschaften der Sensoren.

Das alles änderte sich für mich schlagartig, als Fuji die X-Pro1 heraus brachte. Die Dynamik des Sensors war beeindruckend, ebenso die High Iso Eigenschaften. Der AF der ersten Fujis ist zwar langsamer als der moderner Spiegelreflexkameras, dafür aber 100% treffsicher. Aufnahmen bis Iso 6400 waren plötzlich ohne großartige Rauschorgien möglich. Und selbst bei 3200 Iso rauscht meine Pro weitaus weniger, als meine damalige Sony A850 bei 800 ISO! Das nenne ich mal ein Fortschritt.
Ein Fortschritt, den ich nicht mehr missen möchte. Der Einsatz des Blitzgerätes ist nur noch selten von Nöten und wenn, dann sind Aufnahmen im Bereich 800 - 1600 Iso problemlos möglich, was kleine Blitzgeräte ermöglicht.

Vor einiger Zeit habe ich mir dann eine XT-1 dazu gekauft. Hier ist es der große und helle Sucher und das Klappdisplay, was den Kaufwunsch auslöste. Auch der AF hat sich hier erheblich gebessert und ist gefühlt sicher vier mal schneller als der der Pro1. Doch diese Kamera überfordert mich auch mit ihren Möglichkeiten, das gebe ich offen zu. Neulich musste ich im Forum nachfragen, weil eine Funktion abschaltet, die ich versehentlich eingeschaltet hatte und deshalb nicht wusste, wie man es wieder abstellt. Zudem sind hier viele Knöpfe frei konfigurierbar, was die Bedienung zwar erleichtert, jedoch voraussetzt, dass man nach Wochen noch weiß, was man wie belegt hat.

Nur gut, dass ich für mein Art zu fotografieren meist auf "alt hergebrachtes" zurück greifen kann, und dies selbst bei modernen Kameras noch möglich ist.

Fazit:
Ich fotografiere nach wie vor gern mit der mittlerweile betagten X-Pro1 und X-E1, welche sich bis auf den Sucher kaum unterscheiden. Die X-T1 mag ich wegen des hervorragenden Suchers, dem schnellen AF und dem Klappdisplay und bisher sehe ich kein Grund, auf Pro3, eine zu erwartende E3 oder X-T2 umzusteigen. Allesamt haben die Kameras sowohl was MP betrifft als auch im Funktionsumfang und Geschwindigkeit deutlich zugelegt. Dennoch ist das alles für mich noch kein Kaufargument und meine Kameras sind von der Funktionalität und Bildqualität derart gut, dass sie mich, solange sie funktionieren begleiten werden. Was in gewissen Grenzen auch dazu beiträgt ist, dass man diverse MF Objektive, wie zum Beispiel MD und MC Objektive von Minolta wieder verwenden kann.

Gruß Wolfgang
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  #6  
Alt 28.08.17, 16:47
Benutzerbild von fred-art
fred-art fred-art ist offline
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AW: Warum es besser ist mit einer schlechteren Kamera zu fotografieren!

Zitat:
Zitat von Titus Beitrag anzeigen
Der Artikel trifft einen auch für mich wichtigen Punkt. Wer keine Inhalte sucht, kann sich in der Technik der Ausführung Befriedigung suchen. Dies gilt für alle Formen der Kreativität. Bei der Fotografie kommt dazu, dass beträchtliche Gewinne zu erzielen sind, wenn man die grosse Zahl der Amateure auf diesen Weg bringt.

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Ich möchte dem Herrn Rausch diese Botschaft nicht unterschieben. Dennoch, sie ist zumindest missverständlich.
Nein, ich denke das siehst Du falsch. Weder wird die analoge Fotografie gerade zum Trend, noch bedeutet analog fotografieren gut zu sein. Das hat auch der Herr Rausch so nicht geschrieben. Gut, er möchte provozieren. Deshalb beschreibt er bewusst, wie die Betrachter seine Bilder reflektieren (er ist von seiner Qualität auch selber überzeugt) und was passiert, wenn er dann sagt, womit er die Bilder gemacht hat.
Ich bin mir relativ sicher, dass die Vielzahl seiner Bilder mit der digitalen EOS entstehen, die vor mittlerweile 7 Jahren auf den Markt kam. Ich kann mir sogar vorstellen, dass er auch auf die analoge Kamera zeigt, wenn er sie mit der Digitalen gemacht hat - ohne, dass ich ihm das unterstellen will. Meine 1DMKII habe ich 2005 gekauft und nutze sie heute noch sehr gerne für Sportaufnahmen, auch wenn sie technisch -z.B. vom Iso-Wert her - mit aktuellen Kameras nicht mithalten kann.
Wenn ich einem unbedarften Menschen diese Kamera unter die Nase halte, dann schaut das Ding wuchtig aus und gerade wegen dem Used-Look des Gehäuses auch wertig. Der wird deshalb nicht verstehen, was der Unterschied zu einer modernen Kamera ist und beide auf das gleiche Level setzen. Um den Unterschied - überspitzt - zu verdeutlichen, könnte ich meine analoge 1er Canon auf den Tisch legen. Die schaut gegenüber der digitalen wie eine Pocketkamera aus und sie hat natürlich auch weniger Bedienelemente und kein Display.

Meine persönliche Interpretation zum Artikel ist eher, dass er beschreibt, das das Bild nicht die Kamera macht, sondern der, der sie bedient. Auch mit den tollsten Funktionen und Automatiken wird so ein Teil nicht den kreativen Kopf dahinter ersetzen, selbst wenn sie eine Motivklingel hätte. Denn die ist ja so etwas wie die Vollautomatik und da wird das Bild, das der Sensor sieht, mit einer Datenbank verglichen, reininterprediert, was da zu sehen sein könnte und die Kamera auf die Werte eingestellt, die der Fotograf des Datenbank-Referenzbildes gewählt hatte. Alle Bilder der Automatik produzieren Bilder in dem Stil des einen Referenzfotografen - Einheitsbrei.

Eine Motivklingel könnte also bestenfalls Mainstream-Motive erkennen, was die Fotografie mangels Kreativität bei der Bildgestaltung langweilig werden ließe.

Im Artikel geht es m.E. um den Konsumwahn und wie wir darauf programmiert sind. Angefangen vom Fotoamateur bis hin zum unbedarften Betrachter.

Wenn er also schreibt: Ich bin Fotograf, ich brauche keine HighTech-Kamera und kein Lightroom/Photoshop, dann bedeutet das nicht, das er es nicht benutzt.
In dem Fall weiß ich, dass er seine digitalen Bilder mit LR - zumindest entwickelt und webtauglich macht.

Fred
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