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Bildbearbeitung, Fototechnik und Tipps Fragen rund um die Bildbearbeitung, Fototechnik und Tipps.

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  #1  
Alt 05.03.11, 14:56
Benutzerbild von fred-art
fred-art fred-art ist offline
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In meinem letzten Beitrag habe ich Methoden vorgestellt, wie man EXIF, IPTC oder XMP einsetzen kann, um seine Bilder für sich selbst oder bei Bildagenturen so zu verschlagworten, dass man auch bei einer umfangreichen Fotosammlung einfach und schnell einzelne Bilder wiederfindet.
Diesmal möchte ich einen Bereich beleuchten, der gerade bei den Amateur- und Freizeitfotografen oft ein Schattendasein fristet: Die Archivierung und Sicherung der eigenen Bildersammlung.

Zu analogen Zeiten wurden an sich alle verwertbaren Bilder ausbelichtet, um sie in Fotomappen oder Alben zu archivieren. Parallel dazu - quasi als Datensicherung - wurden die Negative in speziellen Negativmappen abgelegt und ebenfalls archiviert.

Heutzutage höre oder lese ich in diversen Diskussionen oft, dass nur mehr ausgewählte Bilder gedruckt werden, während die überwiegende Zahl der Fotos auf einem Datenträger liegen, von wo aus sie ja - Digitaltechnik sei dank - schnell gesichtet, verändert oder verschickt werden können.
Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten - das gilt auch für die Archivierung der Bilddateien. Deshalb ist es wichtig, sich bei all den vielen Vorteilen, die uns die digitale Technik bietet, auch mal Gedanken über deren Nachteile, oder wenigstens über die Eigenschaften zu machen.

So lange die Daten nur auf einer Festplatte lagern, heißt die Frage nicht ob diese dadurch verloren gehen können, sondern wann! Kein Problem, mag sich der ein oder andere jetzt vielleicht denken, ich hab meine Daten ja auf ner CD bzw. DVD. Aber auch hier ist Vorsicht geboten, denn auch wenn manche Datenträgerhersteller mit Haltbarkeitszyklen von 40 Jahren und mehr werben, so zeigen Tests unabhängiger Institute ein ganz anderes Bild: Da ist gerade mal von 5 bis 10 Jahren die Regel, das lässt schon eher aufhorchen. Gerade die Schnäppchenangebote der Discounter finden sich im unteren Bereich.
Doch nicht nur die Haltbarkeit auf den Medien wird hier zum Problem, auch das Medium selbst. Wer schon etwas länger dabei ist, der kann sich vielleicht noch an die Floppydisk erinnern, die dann von der kleinen 3,5 Zoll Diskette abgelöst wurde. Diese wiederum wurde durch die CD abgelöst, die DVD und heute spricht alle Welt von BlueRay. Die Halbwertzeit der Speichermedien wird immer kürzer, was man auch bei der Sicherung seines Datenbestandes berücksichtigen sollte.
Was hilft schon eine Datensicherung auf einem hochqualitativen Medium mit einer Haltbarkeit von 60 Jahren, wenn die Lesegeräte für diese Medien in wenigen Jahren vom Markt verschwunden sind?

Nach all der Schwarzmalerei, mit der ich hoffentlich den ein oder anderen Leser aufgeschreckt habe, wird es nun Zeit, sich Gedanken über vernünftige Lösungen zu machen.
Dazu ist es kein Fehler, sich die Datensicherungsmechanismen der Industrie zu betrachten und für das eigene Konzept entsprechend abzuspecken.
Derzeit ist die Virtualisierungswelle bei den meisten Unternehmen angekommen, mit einer damit einhergehenden besonderen Brisanz, was die Datensicherung betrifft. Denn virtuelle Server benötigen jede Menge Speicher, und das wiederum vervielfacht die zu sichernden Datenmengen. Eine Parallelität in der Fotografie dazu stellt der Pixelwahn und die damit verbundenen steigenden Datenmengen dar. Doch während die Industrie darauf mit Snapshot-Technologien reagiert, dürfte diese Lösung für uns Fotografen etwas überzogen sein.
Eine regelmäßige Datensicherung sollte jedoch selbstverständlich sein. Ob man diese nun täglich, wöchentlich oder nur, wenn man neue Daten von der Kamera lädt durchführt, dass muss jeder für sich entscheiden. Wichtig ist nur, dass man sich über eines im Klaren ist: Datensicherung bedeutet immer Datenverlust! Denn alle Daten, die zwischen Sicherung und Sicherung dazu kommen, können verloren gehen, bis die nächste Sicherung angeschlossen ist.

Welche Medien kommen für eine Datensicherung in Betracht?

Die wichtigsten Bilder für mich sind die von meinen Reisen. Denn die sind zum Einen unwiederbringlich und zum Anderen die Basis für meine Reisereportagen und somit auch existentiell. Da ich auf dem Motorrad nicht unbegrenzt Platz habe, beschränkt sich auch die Möglichkeit der Archivierung. Ich für mich habe das so gelöst, dass ich so viele 4 GB CF- bzw. für Video SD-Speicherkarten dabei habe, dass ich diese während der gesamten Reise nicht löschen brauche. Parallel dazu habe ich ein kleines Notebook dabei, auf die ich die Bilder jeden Abend, wenn ich den Reisebericht schreibe, synchronisiere. Im Gegenzug speichere ich den aktuellen Stand der Reisedokumentation auf die Speicherkarte. Damit habe ich immer eine Sicherungskopie aller Daten dabei.
Ein weiteres, sehr interessantes Medium sind Speichersticks, sog. USB-Sticks. Diese kosten derzeit ca. 1 Euro/GB und bieten somit eine interessante Möglichkeit, auch große Datenmengen sicher zu transportieren. Die 16GB Sticks des Branchenführers SanDisk z.B. kosten zwischen 16 und 40 Euro.
DVD oder CD sind für unterwegs ebenfalls sinnvoll, sofern man ein Notebook mit Brenner dabei hat. Hier sind die zu speichernden Informationen allerdings im Verhältnis zu anderen Medien begrenzt, so dass man - hat man denn ein Double-Layer-Laufwerk gerade mal zwei 4 GB-Speicherkarten auf eine DVD speichern kann.
Externe Festplatten über USB anzuschließen sind dagegen ebenfalls eine preiswerte und gute Möglichkeit, ob nun unterwegs oder für die Datensicherung zu Hause. Platten mit einem Terabyte und mehr gibt es schon unter 100 Euro, die 2,5 Zoll Technologie ist für den rauen Einsatz in Notebooks konzipiert und klein. Für die Datensicherung zu Hause sollten diese Platten aber nur solange am Rechner betrieben werden, wie man für die Sicherung benötigt, denn eine Überspannung z.B. durch Blitzschlag an der heimischen Steckdose zerstört alle in Betrieb befindlichen Geräte.
In der nahen Vergangenheit gerne genutzt aber langsam aus der Mode kommen sind die sogenannten 'ImageTanks' - Festplatten, die noch einen Controller und Steckplätze für die Speicherkarten an Bord haben, um die Karten auch ohne Computer auf die Platte zu übertragen. Der relativ hohe Preis und der Preisverfall bei den Netbooks lassen die Verkäufe bei den ImageTanks stetig schwinden.
Eine Variante gewinnt zunehmend Marktanteile: Die Datenspeicherung im Internet. Google hat mit Picasa als einer der ersten Anbieter vorgelegt, viele andere haben nachgezogen. Ein weiterer Pluspunkt ist die Verfügbarkeit der Daten, egal ob man Bilder anschauen oder hochladen möchte. Lediglich ein (schneller) Internet-Zugang wird hierfür benötigt. Kameras lassen sich mit Eye-Fi-Karten ausstatten, die die Bilder automatisch zum Server übertragen, wenn sie ein offenes WLAN finden. Beachten sollte man meiner Meinung nach die AGBs der Anbieter für Onlinespeicher. Denn nicht selten tritt man kommerzielle Nutzungsrechte für seine Bilder an den Betreiber ab. Irgendwoher müssen sich diese - meist kostenlosen - Dienste ja finanzieren. Ebenso wichtig ist auch, ob der Anbieter die Daten sichert, oder ob diese bei einem Defekt des Webservers verloren sind.

Für welches Medium man sich auch entscheidet, ein Problem bleibt: Wie bekommt man die Daten möglichst komfortabel dahin?
Die Übertragung auf einen Online-Speicher wird mittlerweile von vielen Bildverarbeitungsprogrammen unterstützt, dafür brauchen lediglich die Daten für den FTP-Zugriff eingerichtet zu werden.
Die Sicherung auf CD oder DVD wird sinnvollerweise immer eine händisch durchzuführende Arbeit bleiben - es muss ja ein Rohling eingelegt werden und die Daten je nach Größe des Datenträgers begrenzt.
Nutzt man eine externe Festplatte o.ä. als Sicherungsmedium, so bieten sich Backup-Tools an, z.B. das kostenlose AceBackup oder das von mir favorisierte OpenSource-Produkt Synkron, mit dem man nicht nur in eine Richtung, sondern in beide Richtungen Daten abgleichen kann. Dabei werden auch nur geänderte Daten angefasst, was die Sicherungszeit kürzer werden lässt.

Wichtig ist, die Bilddaten in regelmäßigen Abständen zu sichern und auch die auf CD/DVD-gesicherten Daten ab und an auf einen neuen Datenträger zu brennen - Dank der Digitaltechnik bleibt die Qualität gleich, egal wie oft man einen Datenträger kopiert.

Fred Fiedler, 04.03.2011
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  #2  
Alt 05.03.11, 20:13
KlausMangold KlausMangold ist offline
 
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Schön ausführlich zusammengestellt! Ich muss sagen, dass bisher (wie auch schon früher) das schwächste Glied in der Kette bei der Archivierung und Sicherung ich selber bin. Trotz Sorgfalt schaffe ich es halt doch immer wieder, dass auf mysteriöse Weise von Zeit zu Zeit irgendwas verschwindet (zum Glück noch nie eine größere Menge, sondern immer nur "irgendwas Bestimmtes", das ich gerade gebraucht hätte). Das war auch schon früher so, dass ich mal wieder feststellen musste, dass ausgerechnet der eine Filmstreifen nicht mehr da war, auf dem das gesuchte Negativ gewesen wäre. Heute ist die Variante eher die, dass ich in einem Ordner unwichtige Daten plötzlich doppelt vorliegen finde, während die gesuchte Datei verschwunden ist.

Ich bewundere die Leute, die solche Probleme im Griff haben, habe mich aber damit abgefunden, dass ich einfach keiner von denen bin...
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  #3  
Alt 05.03.11, 21:07
feldhas
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Danke Fred,
etwas ist mir nicht ganz verständlich. Deiner Feststellung
Zitat:
Datensicherung bedeutet immer Datenverlust!
kann ich nicht ganz folgen.

Dann noch ein zusätzlicher Hinweis: Die beste Datensicherung hat eine Schwachstelle, wenn die Sicherung
physisch am selben Ort aufbewahrt wird, wie die Originale. Getrennte Orte sind bei einem Supergau (Brand,
Wasser oder auch Hausverbot!) immerhin ein Lichtblick.

LG edy
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  #4  
Alt 05.03.11, 21:24
KlausMangold KlausMangold ist offline
 
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Zitat:
Zitat von feldhas Beitrag anzeigen
Die beste Datensicherung hat eine Schwachstelle, wenn die Sicherung
physisch am selben Ort aufbewahrt wird, wie die Originale.
Wer ganz vorsichtig sein will, wird natürlich drauf achten, dass Original und Backup sich auf unterschiedlichen KONTINENTEN befinden! Noch besser ist: Auf jedem Kontinent einmal.
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  #5  
Alt 05.03.11, 23:29
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fred-art fred-art ist offline
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Zitat:
Zitat von feldhas Beitrag anzeigen
etwas ist mir nicht ganz verständlich. Deiner Feststellung

kann ich nicht ganz folgen.
Tja, als EDV-Techniker gehe ich vielleicht mit solchen Aussagen zu selbstverständlich um. Hier nochmal etwas ausführlicher:
Bei der regelmäßigen Datensicherung, wie sie in Unternehmen gemacht wird, wird beispielsweise jede Nacht um 0 Uhr alles gesichert, was auf den Servern liegt.
Morgens kommen die Mitarbeiter und gehen ihrer Arbeit nach. Verliert ein Anwender eine Datei vom Vortag, so lässt sich diese aus der Sicherung wiederherstellen. Verliert er eine Datei, die er während des Tages neu erstellt oder bearbeitet hat, so ist diese verloren.
Deshalb gilt: Datensicherung bedeutet Datenverlust. Verloren gehen können die Daten, die noch nicht gesichert waren.
Je nach Wichtigkeit der Daten wird der Abstand zwischen den Sicherungen gewählt.
Für uns (Freizeit-)Fotografen ist ein automatisches Datensicherungskonzept sicherlich nicht nötig.
Meiner Meinung nach ist es effektiv, eine Sicherung dann durchzuführen, wenn neue Bilder dazu gekommen sind. Das muß noch nichtmal bedeuten, dass man seine Bilder sichert, wenn man sie bearbeitet hat, denn solange das Ursprungsbild verfügbar ist, kann die Nachbearbeitung erneut durchgeführt werden.
Im Klartext: Jedesmal, wenn man die Daten von der Speicherkarte holt, macht es Sinn, seinen Datenbestand hinterher zu sichern.
Ob man bei den bearbeiteten Bildern die bearbeitet Version sichert, die Ursprungsdatei oder beide ist eine Frage des persönlichen Geschmacks und nicht zuletzt auch eine Frage des Datenvolumens.

Mit Deinem Einwand, dass Orginal und Sicherung nicht am gleichen Ort aufbewahrt werden sollten hast Du erstmal recht. Jedes Unternehmen bewahrt seine Datensicherung in einem Tresor auf, der - wenn auch nicht gerade im Rechenzentrum - so doch meistens an der gleichen Adresse steht. Ab einer bestimmten Unternehmensgröße verlangt das Gesetz, dass eine Wochensicherung in einen Tresor bei einer Bank ausgelagert werden muß.

Inwieweit so eine Vorgehensweise auch für uns Fotografen sinnvoll ist, muß jeder für sich entscheiden. Erstmal ist es schon mal wichtig, wenn man überhaupt eine Sicherung hat. Brand, Überschwemmung etc. sind in unseren Breitengraden statistisch bei weitem unwahrscheinlicher als ein Festplattencrash.
Die günstigste Methode einer Datensicherung an unterschiedlichen Orten ist - wie oben beschrieben - die Sicherung auf einem Webserver. Allerdings macht das nur dann Sinn, wenn der Betreiber so eines Servers auch Datensicherungen durchführt - bei den meisten kostenlosen Anbietern wird für den Erhalt der Daten nicht garantiert.

Mit meinen Bildern gehe ich folgendermaßen vor: Reisereportagen verwahre ich auf Datensicherungsplatten, die in einem kleinen Tresor bei mir zu Hause eingelagert sind, da ist auch eine Platte mit den Bildern drin, die mir persönlich wichtig sind.
Alle anderen Bilder sichere ich auf externe Platten, die ganz normal in der Schublade meines Schreibtisches liegen. Wenn die verloren gehen, dann ärgere ich mich, ich kann es aber verschmerzen.
Bilder, auf die ich zugreifen will/muß, speichere ich in einem geschützten Verzeichnis auf meinem Webspace - der wird vom Provider gesichert.

Zitat:
Zitat von KlausMangold Beitrag anzeigen
Wer ganz vorsichtig sein will, wird natürlich drauf achten, dass Original und Backup sich auf unterschiedlichen KONTINENTEN befinden! Noch besser ist: Auf jedem Kontinent einmal.
Na ja, die beste Möglichkeit ist, seine Bilder in großer Auflösung ins Netz zu stellen. Die werden auf unzähligen Rechnern 'gesichert'. Allerdings ist es nicht immer ganz einfach, im Falle eines Verlustes wieder an die Daten zu kommen


Fred
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  #6  
Alt 06.03.11, 21:30
Andreas
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Hallo,
schön zu lesen. Ich habe die Entscheidung wie ich in Zukunft meine Daten vernünftig gesichert bekomme für's erste mit einem kleinen Homeserver gelöst.
Auf den sicher ich automatisch alles einmal in der Nacht. Zusätzlich wird der Server regelmäßig auf externe Festplatten gesichert, falls dann doch mal der Blitz einschlägt und alles gleichzeitig lahm legt.

CDs/DVDs sind mir viel zu umständlich, mein bisheriges System, ein Wechselschacht im Tower, ist nur so mäßig sinnvoll, da SATA-Anschlüsse nicht dafür gebaut sind andauernd an und abgestöpselt zu werden.
Online-Backups sind eigentlich als zusätzliche Sicherheit ideal, aber so lange wie das im Moment dauern würde bei mir die Daten hochzuladen und vor allem im Fall der Fälle auch wieder runterzuladen, nicht praktikabel für mehr als ein paar Gigabyte...
Viele Grüße
Andreas
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  #7  
Alt 07.03.11, 09:05
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Zitat:
Zitat von Andreas Beitrag anzeigen
Hallo,
schön zu lesen. Ich habe die Entscheidung wie ich in Zukunft meine Daten vernünftig gesichert bekomme für's erste mit einem kleinen Homeserver gelöst.
Auf den sicher ich automatisch alles einmal in der Nacht. Zusätzlich wird der Server regelmäßig auf externe Festplatten gesichert, falls dann doch mal der Blitz einschlägt und alles gleichzeitig lahm legt.
Das ist schon eine Lösung, die weit über das hinausgeht, was Otto Normalverbraucher zu Hause hat und von daher schonmal eine perfekte Lösung.

Zitat:
Zitat von Andreas Beitrag anzeigen
Online-Backups sind eigentlich als zusätzliche Sicherheit ideal, aber so lange wie das im Moment dauern würde bei mir die Daten hochzuladen und vor allem im Fall der Fälle auch wieder runterzuladen, nicht praktikabel für mehr als ein paar Gigabyte...
Es ist halt immer die Frage, was man dort ablegt. Muß es wirklich jedes jemals gemachte Bild in RAW, TIFF, JPEG und vielleicht noch in verschiedenen Bearbeitungsständen sein, oder sichert man es z.B. im PNG-Format nach online, was zum einen die Zeit und den Platz spart und zum Anderen das Bildwerk wenigstens in einer Ausführung sichert. Die Wahrscheinlichkeit, dass man ein Bild von vor 10 Jahren wieder nachbearbeitet ist zumindest bei mir sehr gering, ich hab schon mit den aktuellen Bildern genug zu tun.
Was die Zeit für Hoch- und Runterladen betrifft: Das Hochladen geht ja Schluckweise und wenn es wirklich bei einem Totalausfall zu langen Wartezeiten beim Runterladen kommt, dann nimmt man diese wohl gerne in Kauf, wenn dafür die Daten erhalten bleiben.
In den Unternehmen sieht es ähnlich aus. Wir z.B. sichewrn derzeit einen Datenbestand von ca. 29 Terabyte - dank Snapshot-Technologie geht das passabel schnell. Wegen gesetzlicher Vorgaben muß dann aber auch alles auf Bänder verteilt werden (Ablage in der Landesbank habe ich ja schin mal angesprochen). Das sind derzeit über 90 Bänder und da die Bandsicherung ja ein serielles Format ist, braucht das zum Sichern seine Zeit.
Würde bei uns das Rechenzentrum komplett ausfallen, dann bräuchten wir ein knappes Monat, bis alles wieder steht - vorausgesetzt wir bekommen die Hardware überhaupt so schnell geliefert.
Wenn auch die 'Großen' demütig warten können, dann sollte das für den Amateur und Einzelunternehmer auch machbar sein.
Wobei ich aus oben genannten Gründen den Online-Speicher nur als Plan B empfehlen würde.

Auch bei diesem Thread danke @ all für die Beteiligung, ob nun hier im Forum oder per PN.
Eine rege Diskussion hilft, das Thema von alles Seiten zu beleuchten und abzurunden und so für den Ratsuchenden eine umfassende Beschreibung der Lösungmöglichkeiten zu generieren.

Fred
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(Imogen Cunningham)

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  #8  
Alt 07.03.11, 10:34
Andreas
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Hallo Fred,
ich gehöre zur Kategorie Spiel-und Bastelkind, darum habe ich mich an ein "Selbstbau" gewagt. Es gibt von HP einen kleinen MicroServer der genau dafür gebaut wird. Der ist günstig (so ab 250€) und schön gemacht.
Natürlich muss man sich dann um Betriebssysteme und Festplatten selber kümmern, mir macht sowas Spaß

Abgesehen davon gibt es für die aktuellen Betriebssysteme sehr einfach zu handhabende "Server"-Lösungen, meist in Form von NAS-Systemen. Da bekommt man dann alles fertig in einer Kiste

Zum Online-Backup: ich habe leider bisher keine Strategie das irgendwie aufzuteilen. Ich habe RAWs und nutze Lightroom. DH die Originale liegen eh unangetastet an einer Stelle. Die Lightroom-Datenbank, die ja die Änderungen zu jedem Bild vorhält, bzw. die XMP-Dateien, sind jetzt nicht übermäßig groß. Ich müsste mal gucken was das in GB ausmacht. Dank Amazon S3 ist online-storage ja auch im großen Stil wirklcih bezahlbar, google hat meine ich sowas ebenfalls.


Viele Grüße
Andreas
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  #9  
Alt 08.03.11, 08:13
micha micha ist offline
 
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Apropos Webspace/Cloud: Wie sicherst du deine Bilder denn dahin? Mit oder ohne Verschlüsselung? Und warum?
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  #10  
Alt 08.03.11, 09:45
Andreas
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Moin Michael,
noch sichere ich gar nicht in die Cloud, von Kleinigkeiten mit einem kostenlosen DropBox-Account mal abgesehen.

Für den Windows Home Server (den ich im Moment teste) gibt es Cloudberry

http://cloudberrylab.com/default.aspx?page=backup-whs

Ich habe es aber noch nicht ausprobiert.
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