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Bildbearbeitung, Fototechnik und Tipps Fragen rund um die Bildbearbeitung, Fototechnik und Tipps.

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  #11  
Alt 04.05.13, 19:44
Altländer
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AW: RAW-Konverter

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Zitat von ViewPix Beitrag anzeigen
Was ich sagen will ist: Mir entzieht sich der Nutzen dieses Threads, einerseits die Weiterentwicklung der RAW-Konverter hoch zu loben und andererseits, sich dem technischen Fortschritt ein wenig zu verweigern

Bis denne Torsten
Das nicht nutzen einer Videomöglichkeit bedeutet doch nicht gleich verweigern des technischen Fortschritts.
Schaue ich mir z.B. diese Spezifikationen an, so sehe ich die Konzentration auf das Wesentliche, ohne altbacken oder gar rückständig zu sein. Dazu zusätzliche Funktionen (die Wahl zwischen Zentral und Schlitzverschluss, Verwendung von AA Batterien oder Akkus, Anschluss von Triggergeräten) von denen die meisten Kleinbildfotografen nur träumen können. Das alles hat nichts mit Verweigerung zu tun, sondern wie Klaus sagt, von Dingen die ich brauche, oder von Dingen, von denen man mir erzählen mag, dass ich sie brauche. Ich bin nach wie vor Fotograf und nicht Filmer. Wäre ich letzteres, hätte ich mir eine (Semi)Professionelle Videoausrüstung gekauft und keine DSLR. Außerdem wünsche ich mir ja Fortschritt.
  • Besserer Rauschabstand
  • Mehr Dynamik
  • Besserer (genauer und schnellerer)AF
  • Weniger Rauschen bei High Iso
  • Möglichkeit niedriger Iso Einstellungen (25/50, was nicht bei vielen Kameras geht)
Damit einher geht für mich, die wie schon erwähnte Konzentration auf das Wesentliche durch weglassen von unnötigem Schnickschnack.

Gruß Wolfgang
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  #12  
Alt 04.05.13, 20:11
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ViewPix ViewPix ist offline
 
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AW: RAW-Konverter

Nun ihr habt aber sogar die Automobile mit ins Spiel gebracht und da auch wieder über Schnick-Schnack gesprochen den angeblich keiner braucht

Sorry, ich sehe das ein klein wenig anders!

Es gibt mit der Weile ernst zu nehmende Filme die mit DSLR Technik gemacht wurden. Auch entzieht sich mir die Logik warum, wenn technisch und finanziell möglich, man z.B. Video aus Kameras weg lassen sollte. Wenn ich eine Kamera kaufe, egal ob sie nun 500 oder 5000 EUR kostet und diese eine Videofunktion bietet, dann ist das doch gut, denn dann brauche ich kein Zweitgerät um auch mal ein Video zu machen.

Ich weiß gar nicht warum man darauf immer herum reitet

Aber ich meinte das alles wirklich auch mal auf andere Bereiche ausgeweitet, wenn hier schon Vor- und Nachteile von sogenanntem Schnick-Schnack auch in Autos aufgeführt werden.

Ich liebe Schnick-Schnack, in meinem Auto möchte ich den Licht- und Regensensor nicht mehr missen, genau so wenig wie das nicht ruckelnde Automatikgetriebe und DCP, auch ohne Navi und Bluetooth Soundsystem möchte ich nicht mehr unterwegs sein. Sicher könnte ich die Liste noch unendlich fortführen…

An meiner Kamera ist es aber genauso, einblendbares Gitter, LiveView etc. Etc. Den ganzen neumodischen Schnick-Schnack, ich liebe ihn…

Und ich glaube nicht das man pauschal auf einiges Verzichten um anderes zu bekommen, ich denke das erklärte Ziel dürfte es sein, das vermisste zusätzlich zu bekommen
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Gruß Torsten
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  #13  
Alt 04.05.13, 21:58
Benutzerbild von Sami1804
Sami1804 Sami1804 ist offline
 
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AW: RAW-Konverter

Zitat:
Zitat von Altländer Beitrag anzeigen
... Außerdem wünsche ich mir ja Fortschritt.
  • Besserer Rauschabstand
  • Mehr Dynamik
  • Besserer (genauer und schnellerer)AF
  • Weniger Rauschen bei High Iso
  • Möglichkeit niedriger Iso Einstellungen (25/50, was nicht bei vielen Kameras geht)
...
Och, das kannst Du heute schon haben (sorry fürs rumalbern, aber das musste sein)
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Harry

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  #14  
Alt 05.05.13, 07:16
Altländer
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AW: RAW-Konverter

Schon klar
Nur es sollte ja nach Möglichkeit noch besser werden. Ich wäre sehr glücklich über eine DSLR mit der Ausstattung einer Phase One oder ähnlich. Ich bin einfach kein Freund von multifunktionalen Geräten. Nehmen wir GPS, dafür habe ich ein extra Gerät. Hier kann ich meine Route abspeichern und dort Vermerke bezüglich meiner Aufnahmen machen. Dafür kann ich das Teil dann auch auf meinem MTB nutzen, meine Tochter damit zum Wanderführer machen, Caches suchen usw. Das alles kann ich, wenn ich es in der Kamera habe nicht. Das fest eingebaute Navi im Auto. Was wenn ich als Fußgänger in einer fremden Umgebung unterwegs bin, oder ich mit dem Firmenwagen unterwegs bin? Für mich ist so was irgendwie kein Fortschritt.

Aber wir kommen immer weiter vom Thema ab.
Mit einem Raw Konverter verhält es sich doch nicht anders, als mit den Chemikalien und Papieren in der analogen Fotografie. Meine ersten Versuche mit Papierbild lief mit alten Agfa Papieren, die man in einer Bügelpresse mittels Spiritus auf Hochglanz brachte, was mehr schlecht als recht funktionierte. Dann kamen PE Papiere und Multigrade, so dass man nicht mehr befürchten musste, das Bild mit der Entwicklerzange zu beschädigen bzw. dass man nur noch eine Papiersorte für alle Härtegrade hatte und nicht fünf von jedem Format.

So auch heute mit der Technik. Das RAW (Negativ) ist und bleibt was es war. Nur der Fortschritt in der Computer und Programmiertechnik eröffnet mit dem Negativ ganz andere Möglichkeiten und darüber freuen wir uns denke ich alle.

Gruß Wolfgang
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  #15  
Alt 05.05.13, 10:02
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ViewPix ViewPix ist offline
 
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AW: RAW-Konverter

GPS ist aber ein sehr gutes Beispiel für Beispielhaften Fortschritt in Kameras

Nicht jeder, so z.B. auch ich nicht, hat ein GPS Gerät um fern ab der Fotografie Wegstrecken aufzuzeichnen. Außerdem finde ich es umständlich die Bilder, bevor man sie in den RAW-Konverter lädt noch extra in einem Schritt mit den GPS Daten zu füttern.

Wenn eine Kamera sinnvolle (nicht immer von jedem gebrauchte) Features mit an Bord hat, so finde ich das mehr als in Ordnung. Die Spiegelreflexkamera hat über viele Jahrzehnte den weg zum Konsumenten gefunden, welcher früher nicht einmal in diese Richtung geschaut hätte. Dadurch ist auch das Spektrum der Anwendungsgebiete stark erweitert worden. Heutzutage nimmt man DSLR Kameras mit in den Urlaub, zum Wandern, zu Geburtstagen etc.

Natürlich gebe ich Dir Recht Wolfgang, das eine oder andere wünschenswerte Feature fehlt, aber da müssen die Marktforscher wohl erst einmal Wind davon bekommen. Ich wünschte mir auch eine modular zusammenstellbare Kamera, aber das würde dann wohl wieder den Preis nach oben treiben, schließlich leben wir im Kapitalismus

Es grüßt Torsten
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Gruß Torsten
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  #16  
Alt 20.05.13, 18:45
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fred-art fred-art ist offline
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AW: RAW-Konverter

Zitat:
Zitat von Altländer Beitrag anzeigen
Das nicht nutzen einer Videomöglichkeit bedeutet doch nicht gleich verweigern des technischen Fortschritts.
Na ja, das Vorhandensein der Videofunktion bedeutet aber auch nicht, dass die Kamera dadurch schlechter wird.
Ich habe mir die 5D MKII extra wegen der Videofunktion un dem hohen, rauschfreien ISO zugelegt.
Mittlerweile gibt es Hollwood-Produktionen, die mit der SLR gefilmt wurden, denn der große Sensor macht es noch viel einfacher, den 'Filmlook' zu erzeugen.
Das kann man mit einer Videokamera so nicht - könnte man das, würde ich es nutzen. Allerdings ist hier noch Handarbeit gefragt, Filmen mit der 5DMKII bedeutet halt auch, alles manuell einzustellen, vor allem die Schärfe. Aber gerade das bietet Möglichkeiten, für die ich den vierfachen Betrag ausgeben müsste und 3kg mehr auf der Schulter hätte.

Ich sehe das so wie bei der EBV: Niemand beschwert sich, wenn Photoshop so mächtig ist, dass man selber grad mal 5% davon nutzt - bei der DSLR mäkeln viele diese 'überflüssigen' Funktionen an.

Schadet doch nichts, wenn die Funktion da ist, man braucht sie doch nicht nutzen.

Was GPS in der Kamera betrifft: Auch ich habe ein Garmin 60CSX, mit dem ich meine Reisen tracke und die Daten hinterher in die Bilder einfügen.
Wenn ich mir mal wieder eine Kamera kaufe, und neben den vonb mir gewünschten Funktionen ein GPS auch an Bord ist, dann werde ich nicht jammern - im Gegenteil, das wäre vermutlich sogar ein zusätzlicher kaufentscheidender Punkt.
Da denke ich so wie Torsten.
Da ich auf menen Reisen ja öfter mal Längengrade überschreite und deshalb nicht jedesmal die Uhr der Kamera nachstelle, bedeutet das, das ich im Nachhinein Arbeit mit dem Synchronisieren habe - das Navi stellt sich ja automatisch um.
Beim eingebauten GPS könnte ich mir diese Zeit sparen - nur um ein Argument aufzuzeigen.

Ich war auch lange Zeit Purist, vielleicht wird bei meiner Art der Fotografie deutlicher bewußt, wie komfortabel es sein kann, wenn einem die Technik unnötige Arbeit abninnt. Dann kann man sich aufs Wesentliche konzentrieren - die Fotografie (und/oder das Filmen)

Fred
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  #17  
Alt 20.05.13, 19:23
KlausMangold KlausMangold ist offline
 
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AW: RAW-Konverter

Das hängt aber auch damit zusammen, dass sich viele von den zusätzlichen Möglichkeiten erst ansprechen lassen (was für sich genommen ja nichts Schlechtes sein muss). Ich nehme auch wahr (meistens mit merklicher Verzögerung allerdiungs), was Neues auftaucht. Tatsächlich interessieren tut mich aber nur ein kleiner Teil. Ich bin begeisterter Bildbearbeiter schon seit vielen Jahren und habe deshalb immer ein Auge auf Neuerungen in diesem Bereich und probiere alles aus. Ein Teil begeistert mich, der Rest ist für mich nutzlos. Das finde ich ganz in Ordnung so.

Ich bin ziemlich auf meine eingefahrenen Themen konzentriert, auch fotografisch. Dass ich da mal an ein Ende gelangen könnte und Hunger nach ganz anderem Neuen haben könnte, das kann ich mir kaum vorstellen. Wirklich interessieren tun mich deshalb (auch außerhalb der Fotografie) nur die Dinge, von denen ich einen echten ganz neuen wertvollen Nutzen spüre. Weil ich schon immer viel Zeitung lese (ich hatte früher zeitweise 3 Tageszeitungen abonniert - jetzt gar keine mehr), kommt es mir z.B. sehr entgegen, dass die Zeitungen, die mich interessieren, alle kostenlos und sehr aktuell im Internet abrufbar sind. Finde ich eine feine Sache, weil ich Tageszeitungen eh nie gesammelt habe. Aber Bücher kaufe ich mir nach wie vor noch, weil e-books momentan einfach nicht das bieten, was mir wichtig ist.

Zurück zur Fotografie. Exif-Daten schaue ich mir so gut wie nie an, weil ich einfach keine Verwendung dafür habe. Die rein technischen Daten eh nicht, aber mich interessiert auch nicht im Detail zu wissen, wann genau ich ein Bild fotografiert habe. Deshalb ist mir auch ziemlich gleichgültig, ob ich Jahre später noch rekonstruieren kann, wo genau das jetzt war. Entweder ich habe einen Bezug zu einem Bild, weil es mir auch nach Jahren noch gefällt (dann wird es das auch ohne Zusatzwissen weiterhin tun), oder es sagt mir heute nicht mehr viel (dann lösche ich es wahrscheinlich eh beim nächsten Aufräumen). Ich muss nichts dokumentieren und auch keine zahlenden Kunden versorgen. Meine Bilder sind in erster Linie für mich selber da. Dass ich sie trotzdem rumzeige hat damit nicht unmittelbar was zu tun.
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  #18  
Alt 20.05.13, 21:01
Altländer
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AW: RAW-Konverter

Ich denke es muss jeder für sich selber entscheiden und nur dann ist seine Entscheidung auch richtig. Mich ärgert nur, dass ich für Funktionen bezahlen muss, obwohl ich diese überhaupt nicht will.
Nehmen wir ein Amateurfunkgerät. Dort gibt es Kurzwellengeräte und UKW Geräte. Es gibt auch beides zusammen. Nur warum soll ich mir so ein Universalgerät kaufen, wenn ich nicht auf UKW senden will. Hier habe ich jedoch die freie Auswahl und kann selbst entscheiden.
Bei einer Stereoanlage kann ich mir ein Kompaktgerät kaufen oder getrennte Komponenten. Mein Verstärker hat nicht mal eine Klangregelung. Wozu auch, denn diese verfälscht eh nur. Also wozu bezahlen.
Und bei Fotogeräten ist es so, dass je günstiger und kleiner das Gerät, umso umfangreicher sein Funktionsumfang. Umgekehrt kann man feststellen, dass je teurer und professioneller eine Kamera ist, der Funktionsumfang immer geringer wird. Nun ist Geld nicht unbedingt ein Gradmesser für Qualität. Mir wäre jedoch lieber, wenn ich entscheiden kann, für was ich mein Geld ausgebe.

Heuer habe ich in drei Tagen fast 500 Bilder gemacht, davon 100 wieder entsorgt, weil sie nicht meinen Vorstellungen entsprachen. Und - Sensation, ich habe zwei Videos gemacht, weil ich meiner Familie einen bewegten Brunnen zeigen wollte. Dieses Video habe ich mit der kleinen RX 100 gemacht, das reicht allemal um auf dem Fernseher anzuschauen. Wie gesagt, ich rede hier für mich und ich bin seit je her gegen jegliche Kombigeräte, weil sie meist (nicht immer!) fast alles können, aber nichts richtig. Genau wie so manches Superzoom. Und geht mal was kaputt, ist immer alles weg und nicht nur ein Teil. Genau so muss man bei einem größeren Defekt immer alles neu kaufen und nicht nur ein Teil.
Fazit: Wenn ich eine Kamera ohne Videofunktion 2-300 Euro günstiger bekommen kann, investiere ich das Geld lieber in Objektive.

Gruß Wolfgang
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  #19  
Alt 20.05.13, 22:51
Benutzerbild von fred-art
fred-art fred-art ist offline
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AW: RAW-Konverter

Zitat:
Zitat von KlausMangold Beitrag anzeigen
Exif-Daten schaue ich mir so gut wie nie an, weil ich einfach keine Verwendung dafür habe. Die rein technischen Daten eh nicht, aber mich interessiert auch nicht im Detail zu wissen, wann genau ich ein Bild fotografiert habe. Deshalb ist mir auch ziemlich gleichgültig, ob ich Jahre später noch rekonstruieren kann, wo genau das jetzt war.
Ich denke da so ähnlich wie Du. EXIF's von Fremden interessieren mich nicht, weil ich nicht weiß, was am dem Bild noch verändert wurde, nachdem es den Sensor verlassen hat. Alleine das Zuschneiden verfälscht die Angaben in der EXIF ja schon.
Bei der Reisefotografie geht man (oder zumindest ich und die anderen Reisefotografen, die ich kenne) anders vor. Da hat man nicht immer Zeit, ein Bild bewußt zu gestalten. Beispiel: Ich bin ja gerade in Rumänien unterwegs. In keinem anderen bisher von mir bereisten Land prallen Mittelalter und Moderne so krass aufeinander wie hier. Das ist das, was ich empfinde und deshalb ist es auch in meinem Reisebericht zu lesen.
Vorgestern fuhr ich mit dem Motorrad eine kleine Straße entlang, mir kommt ein Pferdefuhrwerk entgegen, gelenkt von einem alten Mann, der ein Handy am Ohr hat.
Also bremse ich, reiße die Kamera aus dem Tankrucksack und habe nur ein paar Sekunden Zeit, um die Kamera einzustellen, den Bildausschnitt zu wählen und abzudrücken. In diesem Fall kam noch Kollege Zufall zu Hilfe, denn gerade im richtigen Moment wurde das Fuhrwerk von einem SUV überholt.
Besser kann ich mein Empfinden: 'Mittelalter trifft auf Moderne' nicht visualisieren und deshalb freue ich mich über so ein Bild sehr.
Man kann so eine Situation auch nicht nachstellen, denn wenn man den Leuten erklärt, dass man sie fotografieren will, dann stellen sie sich in Pose, wie man es auf Bildern der 30er Jahre sieht.
Die GPS-Daten helfen mir nach einer Tagestour von ca. 250-300km solche Bilder geografisch ziemlich genau zuzuordnen, denn die Namen der kleinen Ortschaften kann ich nicht behalten.
Ich ordne die Bilder für mich zu, denn wenn ich nochmal in die Gegend komme, dann habe ich die Bilder als Print dabei, frage die Leute, ob sie den kennen, der auf dem Bild zu sehen ist, besuche ihn/sie, überreiche die Bilder und versuche etwas mehr über ihn zu erfahren.

Zitat:
Zitat von Altländer Beitrag anzeigen
Ich denke es muss jeder für sich selber entscheiden und nur dann ist seine Entscheidung auch richtig. Mich ärgert nur, dass ich für Funktionen bezahlen muss, obwohl ich diese überhaupt nicht will.
Die Videofunktion ist lediglich ein Stück Software und schlägt in der Perisklasse der 5D sicher nicht mit 300 Euro zu buche. Entstanden ist die Funktion durch die Nachfrage nach einer Live-View-Funktion, das Stück Software schreibt diese parallel zum Display halt noch auf die Platte.

Würdest Du in Photoshop oder in PSE auf die Funktionen verzichten, die Du nicht benutzt, dann würde die Software nur noch einen Bruchteil von dem kosten, was dafür ausgerufen wird.
Hier sind viele Fotografen aber nicht so restriktiv. Da höre ich schon eher mal die Aussage: Na ja, vielleicht kann ich diese Funktionen ja später mal nutzen, wenn ich tiefer eingestiegen bin.
Wo ist da der Unterschied zwischen Software und Hardware-Produkten?

Zitat:
Zitat von Altländer Beitrag anzeigen
Und bei Fotogeräten ist es so, dass je günstiger und kleiner das Gerät, umso umfangreicher sein Funktionsumfang. Umgekehrt kann man feststellen, dass je teurer und professioneller eine Kamera ist, der Funktionsumfang immer geringer wird. Nun ist Geld nicht unbedingt ein Gradmesser für Qualität. Mir wäre jedoch lieber, wenn ich entscheiden kann, für was ich mein Geld ausgebe.
Dem kann ich so nicht zustimmen. Ich denke, man darf eine Consumer-Kamera mit einem Sensor so groß wie mein kleiner Fingernagel und Vollautomatik-Scharfstell, Lächel,Zwinker und was weiß ich noch Funktion nicht mit einer DSLR vergleichen, mit der man Videos in Kino-Qualität aufnehmen kann.
Wenn ich für die EOS 1D Mark IV rund 4.500 Euro auf den Tisch lege, dann gehe ich mal davon aus, dass wir uns hier in einem professionellen Segment bewegen, der Funktionsumfang ist hierbei eher höher als der bei meiner 5D - inklusive Videofunktionalität.

Zitat:
Zitat von Altländer Beitrag anzeigen
Und - Sensation, ich habe zwei Videos gemacht, weil ich meiner Familie einen bewegten Brunnen zeigen wollte. Dieses Video habe ich mit der kleinen RX 100 gemacht, das reicht allemal um auf dem Fernseher anzuschauen. Wie gesagt, ich rede hier für mich
Ja, um so etwas zu machen, reicht vermutlich auch die Videofunktion eines modernen Handys.
Würdest Du das gleiche Video mit der DSLR machen, dann kämst Du Dir vor, wie in die analoge Fotowelt zurück versetzt.
Wie gesagt, das Vollformat bietet Möglichkeiten, die eine professionelle Videokamera nicht hat.
Nehmen wir zum Beispiel die Canon XH-A1s. Die gehört zur Profiklasse bei den Filmern und kostet rund 4.500 Euro. Das Video nimmt sie mit 3 Stück 1/3 Zoll CCD's auf, also RGB getrennt. Die Sensoren haben eine Auflösung von gerade mal 1,67 Megapixeln.
Nun komm ich mit meiner 5D MK II daher mit Vollformatsensor und einer Auflösung von über 21 Megapixeln, zusätzlich ein brilliantes Rauschverhältnis bei hohen ISO-Zahlen.

Auch wenn ich nur einen Sensor habe und durch das Raster die Pixelzahl Dritteln muß, dann bleibt mit 7 Megapixeln pro Farbe immer noch mehr als das vierfache an Auflösung gegenüber den Profivideokamera übrig.

Das macht die 5D zu einem Werkzeug, nachdem sich die Filmer die Finger lecken. Freistellen bis zum Geht nicht mehr, traumhafte Offenblende, Filmen auch noch in der Dämmerung, wo man mit der Videokamera schon ein Licht dazustellen muß.
Kinofilme wie ACT OF VALOR wurden mit der 5D MKII gedreht, der kam in den amerikanischen Charts auf Platz 1, die Fernsehsoap Dr. House ebenfalls.

Wenn also große Filmemacher ihre dicken Dinger ins Regal stellen und nach einer DSLR greifen, dann kann das Ding gar nicht schlecht sein, oder?

Allerdings muß man damit umgehen können. Das geht nämlich nicht so einfach wie mit der Kompakten. Idealerweise hat man ein RIG, so eine Art Käfig, die große Stellräder an das Objektiv adaptiert, um Zoom und Schärfe weich regeln zu können - alles natürlich manuell.
Damit man den Schärfepunkt auch richtig setzt, nutzt man entweder eine Displaylupe, einen Monitor, oder wie ich, mein 7" Tablet.

Ein (Schwebe-) Stativ ist auch eine fast unabdingbare Voraussetzung, um ruckel- und wackelfreie Videos zu machen.

Kurzum: Die Videografie der DSLR's entwickelt sich gerade zu einer neuen Kunstform, zu einer neuen Sparte die man wohl keiner vorher gängigen Technik eindeutig zuordnen kann.

Wenn das jemand nicht nutzen will, dann ist das ok.
Für den, der sich in diesen Bereich reintraut ist es eine Möglichkeit, sich technisch weiter zu entwickeln, ähnlich dem Kompaktkameranutzer, der sich eine DSLR kauft, um seine Möglichkeiten zu erweitern.

Das alles ist natürlich nur meine ganz persönliche, unmaßgebliche Meinung und soll weder Dich noch Andere überzeugen.
Es soll bestenfalls ein paar Gedankenanreize schaffen, diese an sich kostenlosen Erweiterungen mal im kreativen Sinn zu betrachten.

Wer von uns hat noch nicht bei einer Hochzeit oder Familienfeier fotografiert. Wenn man aus den Bildern eine Diashow macht und diese mit ein paar bewußt gemachten Videosequenzen erweitert, dass wird bestimmt häufiger angeschaut als ein Fotobuch mit Bildern.

Fred
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  #20  
Alt 21.05.13, 05:57
Altländer
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AW: RAW-Konverter

Fred wenn wir das nun ausdehnen, geht es bis ins Unendliche. Fast jede Billigknipse kann Video, meine RX 100 mit dem 1" Sensor sogar recht gut, kostet ja auch was mehr und Videos der Canon Eos 5 Mark II habe ich schon im Fernsehen gesehen. Man braucht nur die Serie Dr. House mal anzuschauen, welche fast ausschließlich damit gedreht wurde. Das ist ja auch ok und ich will das nicht schlecht reden. Das mit dem Preis war ja auch nur ein Beispiel.

Ich kann z.B. bei PSE entscheiden, ob ich es mit Premiere (heißt das so?) kaufen will oder nicht. Da ich nicht weiß, was ich damit soll, lasse ich es weg. Würde ich gezwungen es zu kaufen, weil es halt dazu gehört, würde ich möglicherweise das Produkt wechseln. Und natürlich ist Video, um mal bei diesem Beispiel zu bleiben, sicher genau so reizvoll wie die Fotografie. Nur mich hat Filmen nie interessiert. Ich wollte den Moment festhalten und betrachten, so lange ich will. Bewegung ist da für mich zweitrangig.

Gruß Wolfgang
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